Schleifmittel

Als Schleifmittel werden spezielle Hartstoffkörner bezeichnet, welche für den Werkstoffabtrag verwendet werden. In der Regel sind Schleifmittel gebunden in Schleifwerkzeugen zu finden. Schleifmittel werden in natürliche Kornwerkstoffe, wie beispielsweise Quarz oder Granat, und synthetische Kornwerkstoffe, wie Diamanten oder Korunde, unterschieden. Anforderungen an Schleifmittel. An Schleifmittel werden folgende Grundanforderungen gestellt: • Das Schleifmittel sollte chemisch beständig sein. Dies ist nur dann der Fall, wenn bei höheren Drücken und Temperaturen keine chemischen Verbindungen entstehen, welche die Wirkung des Schleifmittels negativ beeinflussen könnten. • Das Schleifmittel sollte eine thermische Beständigkeit aufweisen. So ist gewährleistet, dass das Schleifmittel auch bei hohen Temperaturen zuverlässig funktioniert. Da schon der eigentliche Schleifvorgang zu einer Hitzeentwicklung führt, weisen Schleifmittel in der Regel eine hohe thermische Beständigkeit auf. • Das Schleifmittel sollte gewährleisten, dass der Materialabtrag lediglich am Werkstück stattfindet. Daher sind Schleifmittel sehr hart und zäh. Verschiedene Schleifmittelarten. Das am häufigsten eingesetzte Schleifmittel ist Korund. Dieses Material erfüllt alle Grundanforderungen hinsichtlich der Härte und der thermischen Beständigkeit. Durch den Zusatz von Metalloxiden kann die Härte des Korunds erhöht werden, zudem wird die Abkühlgeschwindigkeit durch den Zusatz von Metalloxiden gesteigert. Ein besonders wärmebeständiges Schleifmittel ist das Siliciumcarbid. Das Material ist wärmebeständig bis zu einer Temperatur von ca. 1600 Grad Celsius und ist zudem härter als Korund. Aufgrund seiner hohen Härte wird das Siliciumcarbid häufig bei kohlenstoffreichen Stählen, rostfreien Stählen und mineralischen Werkstücken verwendet. Für die Bearbeitung von Glas, Marmor und Edelsteinen kommt das hochwertige grüne Siliciumcarbid zum Einsatz. Als härtestes natürlich vorkommendes Schleifmittel gilt der Diamant. Aufgrund seiner geringen Hitzebeständigkeit von lediglich 800 Grad Celsius ist der Diamant jedoch nur für spezielle Anwendungsbereiche geeignet. Die Klassifizierung der Korngröße. Schleifmittel werden anhand ihrer Korngröße in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die Einteilung erfolgt durch die Anzahl der Maschen, die pro Zoll auf einem Sieb zu finden sind. Grundsätzlich gilt: je höher die Anzahl der Maschen, desto feiner ist die Körnung eines Schleifmittels.

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