Frauen in der IT: Jennifer, Frontend-Entwicklerin bei “Wer liefert was”

In den vergangenen Wochen haben wir Euch Laura und Anna vorgestellt: Während Laura als Interaction Designerin die Gestaltung der Website entwickelt, ist Anna als Software-Testerin dafür zuständig, neue Funktionen der Seite auf Probleme zu prüfen. Heute blicken wir auf den Schritt, der dazwischen liegt: das Entwickeln.

Jennifer ist Entwicklerin bei „Wer liefert was“. Sie tippt die Codes in die Tasten, die Lauras Ideen zum Leben erwecken. In Development-Teams gibt es Entwickler für das sogenannte Frontend und das Backend.

„Ich bin Frontend-Entwicklerin“, erläutert Jennifer. „Ich entwickle die Dinge, die der Nutzer auch direkt sieht, wenn er auf der Website surft.“ Als Anleitung dienen ihr dabei grafische Vorgaben aus dem User Experience-Team sowie die sogenannte „User Story“, eine Art Drehbuch für Zweck und Arbeitsweise einer neuen Funktion.

„Man sollte auf jeden Fall Spaß daran haben, Probleme zu lösen.“ Das bedeutet: An logischen Fragestellungen knabbern und dabei den Überblick über ein komplexes System im Kopf behalten. „Und im Team arbeiten können! Dieses Bild vom Entwickler im stillen Kämmerlein, das ist furchtbar veraltet. Wir arbeiten immer zusammen.“

jennifer
Fürs Entwickeln braucht man zwar Köpfchen, dafür ist es aber eine dankbare Aufgabe: „Man setzt sich an ein Problem, fuchst sich rein und am Ende funktioniert es. Das ist cool. Man geht mit dem Gefühl nach Hause, etwas geschaffen zu haben.“ Allgemein stimmen die Rahmenbedingungen auf dem Jobmarkt, findet Jennifer: „Entwickler sind gefragt,  werden gut bezahlt und es gibt Perspektiven.“

Das kennt sie auch anders: Ursprünglich hat Jennifer Mediengestalterin gelernt. Danach arbeitete sie in einer Werbeagentur: „Da hatte ich viel zu tun. Aber bald bin ich in einer Sackgasse gelandet: Ich stellte fest, dass mir keine Perspektiven geboten wurden und ich nichts mehr dazu lernte.“ Also entschloss sie sich, etwas ganz Neues auszuprobieren, und studierte Medieninformatik – jetzt ist sie bei „Wer liefert was“ fest in eines der Scrum-Teams integriert.

Warum ausgerechnet ein Informatik-Studium? „In der Schule hatte ich schon viel Spaß am Informatik-Unterricht und interessierte mich sehr dafür. Aber ich war bereits 17 oder 18 Jahre alt. Und in meiner Vorstellung waren Entwickler diese Genies, die seit frühester Kindheit das Programmieren üben.  Ich dachte, ich sei viel zu spät dran.“ Während sich die Jungs aus ihrer Klasse schon früh über Computer unterhalten und zu LAN-Partys verabredet hatten, war Jennifer in ihrer Schulzeit nie so richtig in eine Computer-Community eingebunden.

Trotzdem arbeitet sie mittlerweile als Software-Entwicklerin – wie hat das funktioniert? „Das mit den Genies ist natürlich Quatsch“, weiß sie heute. Man muss kein Wunderkind sein, um in dem Bereich zu arbeiten. „Und auch die eingefleischten Entwickler sind viel offener für Menschen und Einflüsse ‚von außen‘, als man so denkt.“ So ist Jennifer mittlerweile ebenfalls in der Community angekommen – auch ohne Kindheit vor dem Bildschirm.

Nächste Woche wandern wir aus dem Frontend-Bereich ins Backend-Team. Dazu wird uns Marjan mehr über ihren Job als Werkstudentin bei „Wer liefert was“ erzählen.

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