1
Posted in Insights
Juni 21st, 2018

#ichbinwlw mit… Carmina Sahm, Inside Sales Managerin

Carmina Sahm ist Inside Sales Managerin bei „Wer liefert was“. In unserer Interviewreihe #ichbinwlw spricht die 24-Jährige über Telefonate auf der Autobahn, ein bezahltes Hobby und warum Alter nur eine Zahl ist.

____________________________

Verkaufen heißt, dem Kunden zu helfen, das zu bekommen, was er braucht, und ihm dabei ein gutes Gefühl zu vermitteln“, lautet ein Zitat von Vertriebslegende Ron Willingham. Kaum jemand hat diesen Leitsatz im Inside Sales-Team so sehr verinnerlicht wie Carmina. Die 24-Jährige lässt seit mehr als einem Jahr für wlw täglich den Hörer glühen und sorgt gemeinsam mit den Kollegen im Neukunden-Team dafür, dass:

  1. KMU im Zeitalter der Digitalisierung ihre Produkte auch online auffindbar machen können
  2. Die internen Umsatzziele erreicht werden

Dies sind jedoch nicht die einzigen Herausforderungen, denen sich Carmina stellt. Als jüngstes Betriebsratsmitglied bei wlw und Studentin neben dem Job sind in ihrem Kalender meist nur noch wenige Felder blank. Und wenn das mal der Fall sein sollte, werden diese für ein eher ungewöhnliches Hobby geblockt, welches ihr, laut eigener Aussage, den Weg in den Vertrieb geebnet hat. Neugierig geworden? Dann viel Spaß beim Lesen.

via GIPHY

 

Telefonierst Du eigentlich auch privat gern und viel?

Ja! Ich dachte anfangs eigentlich, dass ich mir das durch meinen Job ein wenig abgewöhne und privat weniger Lust auf telefonieren habe. Das ist aber absolut nicht der Fall. Mein Freund bedauert das auch ein wenig (lacht).

Was macht einen guten Mitarbeiter im Inside Sales aus? Außer natürlich, dass man gern zum Hörer greift.

Das Wichtigste ist, in meinen Augen, die Fähigkeit schnell Sympathien zu seinem Gegenüber aufzubauen. Sympathie und Ausstrahlung nur über seine Stimme herzustellen ist viel schwieriger als man es zunächst vermutet. Deswegen versuchen wir mit unseren Kunden einen Dialog zu führen und nicht einfach nur eine Präsentation herunterzubeten. Ansonsten ist auch Ausdauer ein wichtiger Faktor. Es kommt häufig vor, dass man bei Gesprächen zurückgewiesen wird. Das ist kein Wunder: Immerhin sind wir nicht die Einzigen, die bei Unternehmen anrufen. Man muss sich aber stets vor Augen halten, dass eine Absage nicht automatisch bedeutet, dass man selber etwas falsch gemacht hat. Wenn man sich also gut selbst motivieren kann und dazu noch hinter dem Produkt steht, dass verkauft wird, steht einer erfolgreichen Karriere im Vertrieb eigentlich nichts mehr im Wege.

Welche Vor- und Nachteile hat der Vertrieb über das Telefon gegenüber dem Außendienst?

Ein Vorteil für den Außendienst ist sicherlich, dass sie dem Kunden direkt gegenübersitzen. Am Telefon kann es schon einmal vorkommen, dass der Kunde etwas skeptischer ist oder einfach mitten im Gespräch auflegt. Vor Ort passiert sowas höchstwahrscheinlich nicht. Es ist dann alles einen Tick persönlicher. Ansonsten finde ich aber, dass wir im Inside Sales, gerade mit unserem Produkt, keine Nachteile haben. Zum einen sind unsere Services nicht haptisch greifbar. Ich kann also auch super über verschiedene Tools wie z.B. Screen-Sharing erklären und zeigen, wie alles funktioniert. Zum anderen sparen wir am Telefon viel Zeit und können an einem Tag mehr potenzielle Kunden erreichen, als es im Außendienst der Fall ist.

Euer Team wächst stetig – mittlerweile gibt es sogar zwei Neukunden-Teams. Entsteht jetzt ein größerer Konkurrenzkampf untereinander?

Ehrlich gesagt hat sich für uns nicht viel verändert. Die Atmosphäre ist noch genauso locker wie vorher und alle arbeiten auf das gleiche Ziel hin. Klar ist man in den einzelnen Teams jetzt besonders motiviert und möchte am Ende des Monats bessere Zahlen vorzeigen als das andere. Das ist aber auch nicht verkehrt. Ich persönlich finde es sogar sehr gut, dass wir nun zum ersten Mal einen gleichwertigen Kanal haben, mit dem wir uns messen können. Der direkte Vergleich mit dem Außendienst war bislang – auf Grund der jeweiligen Bedingungen – immer etwas schwierig.

Als Inside Sales Manager muss man bei wlw nicht „nur“ telefonieren – Stichwort: Snapview. Erzähle uns etwas darüber.

Genau, Snapview wird uns demnächst die Möglichkeit zu einer Live-Videoberatung bieten. Dadurch können wir einen noch persönlicheren Draht zu den Kunden herstellen. Momentan arbeiten wir  mit einer Art Übergangslösung. Via Screen-Sharing sehen die Kunden während der Präsentation zumindest ein Foto des jeweiligen Mitarbeiters, um das Gesicht zur Stimme zu sehen. Dafür haben wir bisher viel positives Feedback bekommen. Der Satz „Frau Sahm, ich habe Sie mir ganz anders vorgestellt“ ist seitdem auch keine Seltenheit mehr (lacht). Mit Snapview werden wir dann noch einen Schritt weiter gehen.

Wie bist Du zu wlw gekommen?

Das ist eine ganz coole Geschichte: Für mich war schon immer klar, dass ich nach meiner Ausbildung  gern in den Vertrieb möchte. Mir war sehr wichtig, dass ich einen Arbeitgeber finde, der modern ist und stetig wächst – eben eine richtige „Internet Company“. Die Stellenanzeige von wlw hatte genau das beschrieben, also habe ich mich beworben. Mein erstes Telefoninterview lief allerdings völlig anders als geplant. Ich stand mitten im Stau auf der Autobahn als ich angerufen wurde und hatte etwas Angst, dass das Ganze jetzt total nach hinten losgeht. Ich konnte meine Nervosität dann aber doch schnell ablegen und glaube im Nachhinein war es sogar ein Vorteil, dass ich unter solchen Bedingungen ein gutes Gespräch führen konnte. Mir war damals schon bewusst, dass es gerade im Vertrieb elementar ist, sich auch selber gut verkaufen zu können. Dann hat man schon einen Fuß in der Tür – unabhängig von der Berufserfahrung, die ich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nicht hatte. Jedenfalls wurde ich nach dem Telefonat noch zu einem persönlichen Gespräch eingeladen und durfte auch einen Schnuppertag absolvieren, der dann schließlich zu meiner Einstellung führte. Für Uli, unseren Head of InSa, bin ich bis heute das Paradebeispiel, dass auch jemand ohne viel Vorerfahrung im Vertrieb einen guten Job machen kann.

Deine große Leidenschaft ist das Kellnern. Was begeistert Dich daran so sehr? Wie oft machst Du das noch neben der Arbeit?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich richte das immer danach, wie meine Laune, das Studium und mein richtiger Job das zulassen. Ich kellnere seit mittlerweile neun Jahren und bin mir sicher, dass mich diese Tätigkeit auch in Richtung Vertrieb gewiesen hat. Ich liebe einfach den Kundenkontakt und den Servicegedanken, dem Gast einen angenehmen Abend zu bereiten. In gewisser Weise ist das alles auch eine Art von Vertrieb, immerhin bin ich mitverantwortlich dafür, dass dieser Gast uns wieder besuchen möchte. „Wer liefert was“ und mein Studium haben natürlich Vorrang, aber wenn etwas Zeit übrig ist, findet man mich noch 1-2 x pro Woche im Restaurant Henriks hier in Hamburg. Ich nenne das Ganze auch gern mein „bezahltes Hobby“.

Wie kriegst Du Arbeit, Studium und auch noch nebenbei Kellnern unter einen Hut?

Das werde ich oft gefragt und manchmal habe ich selbst das Gefühl, dass mein Tag länger als 24 Stunden geht. Es ist schon eine gewisse Belastung, das will ich gar nicht kleinreden. Organisation und Zeitmanagement sind hierbei alles und auch absolut notwendig, damit ich nicht anfange, mich zu verzetteln. Trotzdem achte ich natürlich darauf, meine sozialen Kontakte nicht zu vernachlässigen. Zeit für einen Kaffee mit Freunden oder ein Telefonat mit meiner besten Freundin, die momentan im Ausland ist, muss auch beim vollsten Terminkalender immer noch sein.

via GIPHY

Trotz Deines noch relativ jungen Alters (24) bist Du seit neuestem bei wlw im Betriebsrat. Was war Deine Motivation dahinter?

Bei wlw passiert momentan sehr viel und ich hatte mich gefragt, wie ich bei den aktuellen Entwicklungen – aus Arbeitnehmersicht – aktiv mitwirken kann. Der Betriebsrat war dann für mich die logische Konsequenz. Mir ist es sehr wichtig in Zukunft bei allen Entscheidungen, speziell denen, die auch „meinen“ Kanal betreffen, als Stellvertreter für meine Kollegen mit am Tisch zu sitzen. Ich finde allgemein, dass sich gerade jüngere Mitarbeiter verstärkt in Unternehmensbelange einbringen sollten, damit immer ein guter Mix aus verschiedenen Altersklassen und Bereichen gewährleistet wird. Nur so können alle Interessen im Unternehmen entsprechend vertreten werden. So wie es jetzt auch bei der aktuellen Zusammensetzung der Fall ist. Von daher kann man für den Betriebsrat eigentlich nicht zu jung oder zu alt sein.

Könntest Du Dir vorstellen, irgendwann in Vollzeit für den Betriebsrat zu arbeiten?

Ich nehme die Arbeit im Betriebsrat sehr ernst, aber ich könnte dem Vertrieb niemals komplett den Rücken kehren. Dafür bringt mir mein Job einfach zu viel Spaß.

Du hast noch Fragen an Carmina? Dann vernetze Dich mit ihr: XING

1 comment

  • Mareike

    Tolles Interview! 🙂

    Reply to Mareike

Comments & Reviews

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*