0
Posted in Insights
August 1st, 2018

#ichbinwlw mit… Leif Hitzschke, Head of Business Intelligence

Leif Hitzschke ist Head of Business Intelligence bei „Wer liefert was“. In unserer Interviewreihe #ichbinwlw spricht der 39-Jährige über einen sexy Job, privates Engagement und einen geheimen Podcast.

_____________________________

Seine berufliche Erfüllung zu finden ist etwas, nach dem wohl jeder Arbeitnehmer strebt. Zwar gaben zuletzt 83% aller Erwerbstätigen in Deutschland an, mit ihrem Job zufrieden zu sein. Doch zwischen „zufrieden sein“ und „Erfüllung“ liegt dann doch noch einmal ein beachtlicher Unterschied.

Um ein Paradebeispiel für Letztgenanntes zu finden, muss man bei wlw lediglich den fünften Stock besuchen. An der letzten Tischinsel auf der linken Seite des Gebäudes sitzt Leif mit seinem Business Intelligence (BI) Team. Dort sorgt er u.a. dafür, dass unsere Kollegen immer mit den richtigen Daten zur richtigen Zeit versorgt werden. Unser Meister der Daten lebt BI aber nicht nur während der regulären Arbeitszeit bei wlw, sondern ist auch abseits des Bürostuhls ein Aushängeschild der BI-Community in Hamburg und ist vernetzt wie kein Zweiter. Welche Projekte er neben der Arbeit verfolgt und warum Daten wie Gold behandelt gehören, erzählt Leif im Interview.

via GIPHY

Vor 6 Jahren betitelte das Harvard Business Review den Job des Data Scientists als „Sexiest Job of the 21st Century“. Was kannst Du der These, stand heute, abgewinnen?

Data Scientists haben ein extrem spannendes Handlungsfeld – ohne Frage. Es ist eine coole Sache, aus Daten unternehmenswichtige Handlungsempfehlungen abzuleiten und Zusammenhänge zu verstehen. Das einzige Problem bei diesem Beruf ist es, immer auf seine Daten angewiesen zu sein. Und wenn diese nicht sauber sind, dann wird es auch für den Data Scientist wahnsinnig schwer. Sexy ist der Job auf jeden Fall – allerdings muss auch die Qualität der Daten stimmen, um sich richtig austoben zu können.

 

Unser CEO Peter F. Schmid sagte kurz vor der Hannover Messe, dass Daten als „Gold des digitalen Zeitalters“ gelten. Was bedeutet das für wlw?

Weil in dieser Aussage sehr viel Wahrheit steckt, haben wir bei wlw unser Denken verändert. Es wird in Zukunft bei wlw keine BI-Strategie, sondern eine wlw-Datenstrategie geben. Diese beschränkt sich dann nicht nur auf das Business Intelligence Team, sondern betrifft alle Abteilungen. Nur dann werden wir zur Data-Driven-Company. BI wird zum Datendrehkreuz, welches die Daten für Analysen bereitstellt und die Kollegen bei der Arbeit damit unterstützt. Data Governance und Datenqualität werden ein fundamentaler Baustein werden, um hier einen hohen Qualitätsstandard zu setzen.

Die Business Intelligence-Abteilung hat „Tableau“ als führendes Reporting Tool innerhalb der Fachbereiche eingeführt. Welche Vorteile siehst du in dieser Software?

Grundsätzlich hat sich bei wlw sehr viel getan, seit ich hier angefangen habe. Damals hatten wir hier  eine Datenbank, den SQL-Developer und haben mit SQL die Abfragen entwickelt und die Ergebnisse dann nach Excel exportiert. Ein sehr manueller und fehlerhafter Prozess. Mittlerweile haben wir  stabile Prozesse, die unser Data Warehouse befüllen und wir haben uns für Tableau als Reporting Tool entschieden. Der Hauptgrund: Tableau ist sehr gut zu bedienen und wahnsinnig einfach zu administrieren. Man kann es ohne sonderlich viel Hilfe von Beratern oder Technikern installieren. Das ganze Frontend ist zudem sehr benutzerfreundlich aufgebaut. Wir haben davor auch schon deutlich komplexere Software, beispielsweise aus dem SAP-Umfeld genutzt.

 

Du zeigst auch privat sehr viel Engagement im Bereich Business Intelligence und gehörst z.B. zum Vorstand des TDWI Europe (TDWI = größte neutrale & unabhängige BI- und Analytics-Community in Europa) und organisierst verschiedene Communityevents, wie beispielsweise die Tableau User Group HH.

Diese Tätigkeiten liegen mir extrem am Herzen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass ein Austausch zwischen Menschen den meisten Erfolg bringt, bestimmte Dinge besser zu machen. Kein Buch, kein Onlineartikel kann das Ersetzen. Aus diesem Grund engagiere ich mich im TDWI und bei einigen BI-Events. Ich organisiere beispielsweise die Tableau User Group in Hamburg bei „Wer liefert was“. Die Idee dahinter ist, dass Tableau-Anwender die Möglichkeit bekommen, sich über ihr Unternehmen hinaus auszutauschen und ganz pragmatische neue Sichtweisen für die Nutzung von Tableau bekommen. Im Oktober würde ich gerne einen Tableau Hacker Day organisieren. An diesem Tag sollen dann alle Teilnehmer in das Arbeiten mit Geodaten herangeführt werden. Wenn sie dann am nächsten Morgen in Ihre Unternehmen zurückkehren und dann anfangen Reports mit Geodaten zu verknüpfen, haben Sie einen echten Mehrwert mitgenommen.

 

Bei so viel Engagement: Was machst Du eigentlich, wenn es mal nicht um Daten bzw. Tableau geht?

Da ist ehrlich gesagt gar nicht mehr so viel Zeit übrig (lacht). Ich habe eine fast 4-Jährige Tochter, die mich und meine Frau ziemlich auf Trab hält. Davor habe ich regelmäßig beim Halb-Marathon in Hamburg mitgemacht und war auch ein Fan vom Triathlon. Das ist seit der Geburt allerdings eingeschlafen. Da müsste ich mal wieder etwas tun.

 

Dafür schaust Du seit einiger Zeit gern bei Twitter vorbei.  

Das stimmt. Ich finde Twitter ist ein sehr spannender Kanal – speziell auch aus BI-Sicht. Mir ist der Community-Gedanke in diesem Umfeld sehr wichtig. Also um zu schauen: Wer macht was, warum und wie verbinden die sich miteinander? Das bietet sehr viele Vorteile, weil man einfach auch mal mitbekommt, was links und rechts von einem passiert. Allgemein nutze ich Twitter aber primär, um mich zu informieren. Selbst poste ich lieber etwas, wenn ich auf Events bin und wirklich etwas mitzuteilen habe.

 

Was viele nicht wissen: Du hast einen eigenen Podcast namens „Business Intelligence on Track“. Warum gerade ein Podcast?

Ich befasse mich gerne und viel mit dem Thema BI und wollte eine Möglichkeit finden, wie andere BI’ler davon maximal profitieren können. Einen Podcast kann man überall hören und er ist somit ideal in den eigenen Tag einzubauen. Das Medium bringt mir einfach sehr viel Spaß! Aber so einen Podcast zu erstellen, ist auch mit einem nicht zu verachtenden Aufwand verbunden. Folgen müssen gut vorbereitet sein, sie müssen aufgenommen, geschnitten, gehostet und mit Show-Notes versehen werden. Besonders reizvoll finde ich Interviews, wie beispielsweise das mit Allyouneedfresh aus dem Frühjahr. Hier sind nochmal ganz andere Dinge zu beachten. Podcasten ist wesentlich mehr als nur das Aufnahmegerät laufen zu lassen.

>>> HIER GEHT ES ZUM PODCAST <<<

Wie viele Podcasts hast Du bisher veröffentlicht?

Acht Stück seit Anfang des Jahres. Ich habe die Podcasts bisher immer bei iTunes hochgeladen, aber für sie ansonsten keine „Werbung“ gemacht. Ich wollte erst ein paar Erfahrungen sammeln. Mittlerweile steht der Redaktionsplan und es wird 14-tägige Folgen geben.

Du hast noch Frage an Leif? Dann vernetze Dich mit ihm: XING, LinkedIn, Twitter

Comments & Reviews

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*