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März 26th, 2018

#ichbinwlw mit… Mareike Gilow, Projektmanagerin International

Mareike Gilow ist Projektmanagerin International bei „Wer liefert was“. In unserer Interviewreihe #ichbinwlw spricht die 27-Jährige über französische Integration, baltische Brisen und internationale Beziehungen.

Der Spagat zwischen Uni und Job ist ein gewagter. Mareike kann davon ein Lied singen: Montags bis donnerstags warten auf Sie anspruchsvolle Projekte mit unserer französischen Tochtergesellschaft EUROPAGES. Und den Rest der Woche? Da wird gebüffelt. Immerhin schreibt sich ihre Masterarbeit mit dem Titel „Chancen und Herausforderungen von deutsch-französischer Post Merger Integration“ nicht von alleine.

Doch das wlw-Sprachtalent Nummer eins (dazu später mehr) meistert diese Herausforderung mit Bravour. Weder Projekte noch Klausuren litten bislang unter der Doppelbelastung. Noch viel beeindruckender: Auch ihre stets gute Laune scheint trotz Uni-Stress unerschütterlich. Grund genug, Mareike auf einen Kaffee zu treffen und nachzufragen, wie sie das Leben zwischen Master und Paris bewältigt kriegt.

Du gehörst hier praktisch zum „alten Eisen“, trotz deines jungen Alters. Warum bist Du schon seit vier Jahren bei wlw?

Die Aufgaben sind unglaublich abwechslungsreich. Als ich hier vor vier Jahren in einer Junior-Stelle im Online-Marketing anfing, war ich noch in einem anderen Team mit anderen Schwerpunkten unterwegs. Jedes Jahr kommen neue Themen und spannende Inhalte hinzu und deswegen ist es – bis heute – nie langweilig geworden. Dazu kommt, dass wir hier ein sehr cooles Team haben und es einfach Spaß bringt bei wlw zu arbeiten. Mit dieser Kombination fällt es einem nicht schwer, lange im gleichen Unternehmen zu bleiben.

Dieses Jahr bist Du Patin eines neuen Mitarbeiters geworden, weil Du die internen Strukturen bei wlw sehr gut kennst. Wie wichtig ist ein gutes, internes Netzwerk auf der Arbeit?

Super wichtig! Ich finde, in einem Unternehmen gut vernetzt zu sein, ist eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt. Als neuer Mitarbeiter sollte man diesbezüglich sowieso immer engagiert sein. Gleichzeitig stehen langjährige Mitarbeiter aber auch in der Pflicht, diese direkt in ihr Netzwerk mit einzuschließen. Unabhängig davon welchen Job du machst, du wirst immer viele Schnittstellen mit anderen Leuten haben. Wenn du also zumindest eine Person aus jeder Abteilung kennst, die du einfach anquatschen kannst, hast du immer bessere Chancen, um bei den Themen voranzukommen, die dir wichtig sind.

Kannst Du eigentlich alle 250 Mitarbeiter beim Namen nennen?

Für alle 250 reicht es wohl nicht, um ehrlich zu sein. Wir wachsen momentan aber auch so schnell, da darf es wohl auch bei manchen Namen noch ein wenig hapern. Ich kann aber sicherlich jedes Gesicht dem jeweiligen Team zuordnen. Das finde ich auch sehr wichtig und sollte – im Optimalfall – jeder können.

Was sind Deine momentanen Aufgaben bei wlw?

Seit Kurzem lautet meine neue Rolle „Projektmanagerin International“. Das heißt, übergeordnet bin ich für alle Integrationsprojekte mit unserer französischen Tochter EUROPAGES verantwortlich. Ob regelmäßige Meetings mit den Projekt-Leads, die Roadmap-Entwicklung oder jede Menge Monitoring und Reporting: Es gibt immer etwas zu tun. Ich aktualisiere fast täglich unsere Confluence-Seiten, damit jeder zu jeder Zeit weiß, wo wir gerade stehen und wo wir hinwollen. Als „Liasion Manager“ gehört es außerdem zu meinen Aufgaben, die richtigen Leute miteinander zusammenzubringen. Die EP-Kollegen sollen also wissen, zu welchem Thema sie welchen wlw-Kollegen am besten ansprechen können – und umgekehrt.

Du musst also, im wahrsten Sinne des Wortes, Nationen zusammenbringen. Was ist daran das Schwierigste?

Die ganze Integration ist vor allem ein Kommunikationsthema. Oft reden wir von den gleichen Dingen, drücken es aber unterschiedlich aus. In Meetings unterhalten wir uns auf Englisch, das ist für viele aber nicht die Muttersprache. Das merkt man dann vor allem bei den komplexen Themen, die selbst in der eigenen Sprache nicht ganz leicht zu vermitteln sind. Auch der kulturelle Aspekt spielt natürlich eine Rolle: Die deutsche Meetingkultur ist beispielsweise eine andere als die französische. In Deutschland dauert ein 30-minütiger Termin meist auch wirklich 30 Minuten. In Frankreich hingegen kann es schon Mal ein wenig länger dauern, weil sehr viel Wert auf Socializing gelegt wird. Es gibt in diesem Zusammenhang aber kein richtig oder falsch, es ist halt einfach unterschiedlich und dessen muss man sich bewusst sein.

In Deinem XING-Profil habe ich gesehen, dass Du neben Englisch, Französisch und Spanisch auch noch Griechisch sprichst. Wie kam es dazu?

Das ist einer alten Liebe geschuldet. Mit 16 hatte ich einen Freund aus Griechenland und seine Familie sprach, zum Großteil, tatsächlich nur Griechisch. Da ich mich aber auch gern mit seiner Familie irgendwie unterhalten wollte, habe ich die Sprache ein wenig gelernt. Von „fließend“ ist es mittlerweile sicherlich weit entfernt, aber um über die alltäglichen Dinge zu reden, reicht es noch.

Neben der Arbeit bei wlw sitzt Du auch noch an deiner Masterarbeit. Wie kriegst Du die Uni und die „French Operations“ unter einen Hut?

Es ist oft nicht leicht, gar keine Frage. Aber mit der richtigen Motivation und etwas Durchhaltevermögen kriegt man es hin. Gutes Zeitmanagement ist hierbei das A und O. Ich organisiere mich beispielsweise mit einem Wochenplan. Das hilft besonders in der Klausurphase oder bei Hausarbeiten, um den Überblick zu behalten. Dadurch weiß ich immer, wie viel Zeit ich noch habe und an welchen Tagen ich mich noch einmal intensiv hinsetzen muss, um alles rechtzeitig hinzukriegen. Genauso wichtig ist es aber auch, sich einen Ausgleich zu suchen, um einen klaren Kopf zu bewahren und abzuschalten – sei es eine Runde Kiten oder ein entspannter Netflix-Abend auf dem Sofa.

Ist der Master neben der Arbeit etwas für jedermann?

Es kommt auf das Ziel an. Man sollte den Master neben der Arbeit nicht anfangen, nur damit man ihn dann „in der Tasche“ hat. Ich glaube, dann hält man es nicht lange durch. Bei meinem Konzept ist es zum Beispiel so, dass ich alle zwei Wochen freitags und samstags Uni habe und in jedem Quartal einmal eine ganze Woche am Stück. Das klingt zunächst nicht nach viel. Sobald Du aber eine Deadline von acht Wochen für eine Hausarbeit mit 20 Seiten bekommst, wird dir klar, dass Du in den nächsten Wochen auch wirklich jeden Tag nach der Arbeit etwas tun musst. Wenn mich die Themen also nicht interessieren würden, hätte ich nach einem halben Jahr wahrscheinlich aufgegeben, weil es einfach wirklich sehr viel Zeit ist, die man da investieren muss.

Auf was musst Du durch den Extraaufwand verzichten? Was stört Dich am meisten?

Natürlich werden so einige Abstriche beim Thema Freizeit gemacht. Am meisten stört mich mittlerweile aber eher dieses ständige Gefühl: „Eigentlich müsste ich mich jetzt nach der Arbeit nochmal hinsetzen und 3-4 Stunden etwas machen.“ Ich hatte im Januar beispielsweise eine Woche Urlaub, da hab ich mich dann jeden Morgen hingesetzt und schon mal ein paar Stunden recherchiert, bevor die anderen fürs Frühstück aufgestanden sind. Nach dem Frühstück wurde dann noch ein paar Stunden weiter gearbeitet. Klar, alles war in einer entspannten Atmosphäre, aber richtiger Urlaub ist das dann auch nicht. Im Endeffekt weiß man jedoch, wofür man den Stress auf sich nimmt. Und wenn schließlich eine gute Note dabei herausspringt, wird einem schnell klar, dass es sich doch gelohnt hat.

Wie wird das erste Wochenende aussehen, nachdem Du den Uni-Stress hinter Dir hast?

Wenn alles nach Plan läuft, gebe ich am 9. Juli meine Masterarbeit ab. Danach werde ich direkt an die Ostsee fahren, auf den richtigen Wind warten und endlich mal wieder ausgiebig und in Ruhe kiten.

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Warum gerade Kitesurfen?

Mein Freund und ich waren auf der Suche nach einem gemeinsamen Sport-Hobby. Wir sind sehr oft und gern an der Ostsee, aber das typische am Stand „rumliegen“ ist vor allem für meinen Freund nichts. Daher waren wir auf der Suche nach einer Aktivität und da Fehmarn ja das Eldorado für Kitesurfer ist, haben wir einen Kurs gemacht und waren sofort Feuer und Flamme. Wenn man den Sport einmal ausprobiert hat, dann weiß man, wovon ich spreche (lacht).

Ohne die Doppelbelastung durch die Uni wirst Du künftig noch mehr aufs Karriere-Gaspedal drücken können. Wo siehst Du Dich in den nächsten Jahren?

Natürlich möchte ich mich in den nächsten Jahren gern noch weiterentwickeln. Deswegen passt es gerade auch super, dass das Thema Internationalisierung bei wlw so großgeschrieben wird. Da werden sicherlich noch viele weitere, spannende Projekte auf mich zukommen – in welcher Position das sein wird, wird die Zukunft zeigen.

Hast Du noch Fragen an Mareike? Dann vernetze Dich mit ihr: XING, LinkedIn

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