0
Posted in Veranstaltungen
April 6th, 2016

SXSW 2016: Konferenzbericht zur South by South West Teil 3/4

Weiter geht es mit dem dritten Teil der Serie zur SXSW 2016. Nachdem ich knapp Barack Obama verpasst habe und am zweiten Tag meiner Teilnahme an der Konferenz Einblicke in einer meiner Lieblingsserien MR.ROBOT erhalten konnte, möchte ich heute vom dritten Tag berichten, der wieder jede Menge Interessantes bereit hielt.

Tag 3 – Hoch die Tassen und Prost!

Content Consumption in a Mobile-First World

Speaker

Google hat vor einem halben Jahr das Projekt “Accelerated Mobile Pages” kurz AMP vorgestellt. Durch AMP werden die HTML-Seiten für mobile Devices beschleunigt. Damals war der Hauptanwendungsfall noch Artikelseiten für Blogs, News- und Contentseiten. Mittlerweile ist das Projekt weiter fortgeschritten und es sind viele AMP-Elemente hinzugekommen. AMP erweitert HTML um einige Eigenschaften und ersetzt Standard-Tags durch AMP Komponenten. Es kommt zusammen mit dem AMP JS, welches alle wichtigen Performance Praktiken mitbringt, wie bspw. Lazy Loading, asynchrones Laden von Inhalten oder Vermeidung von Third Party Javascript Libraries. 

AMP ist auf jeden Fall eine Beachtung wert, hat aber den Nachteil, dass man  für die Mobile Endgeräte wieder extra Views bauen muss.

DIY NSA: Our Dubious Database of All the Dutch

IMG_5355

Speaker

Ellen und Tijmen haben gemeinsam bei Setup Utrecht ein Projekt gestartet, bei dem sie ganz offiziell und legal eine Datenbank von allen Niederländern erstellt haben, in dem sie frei zugängliche Informationen aus dem Internet gesammelt (Web Scraping und Web Crawling) und diese Daten dann zusammen gepuzzelt haben. Das Projekt tauften sie den “National Birthday Calendar”. Am Ende waren sie sicher, dass sie von ca. 800.000 Menschen den Vor- und Nachnamen sowie den Geburtstag eingesammelt hatten. Bei 80% der Daten gibt es auch noch mehr Informationen wie Adresse, Telefonnummer oder Hobbies. Die Daten haben sie aus längst vergessenen Webseiten, wie “Schoolbook.nl”, oder auch von offiziellen Behördenseiten.

Vor diesem Projekt hat das Kollektiv noch mit einer anderen sehenswerten Aktion auf sich aufmerksam gemacht: “Koppie Koppie” war eine Webseite auf der man sich Kaffeetassen mit Kinderfotos bestellen kann. Das pikante daran war, diese Fotos stammen von Flickr von Eltern, die die Nutzungsrechte falsch eingestellt hatten und sich darüber nicht bewusst waren, dass die Bilder frei zugänglich waren. Sie wollen mit ihren Aktionen für mehr Datenschutz werben und darauf aufmerksam machen, wie man seine Daten einsetzt und vor allen Dingen wo man sie hinterlässt.

Hops to Pulp: Experiences of Niche Beverage Makers

Speaker

In diesem Talk haben drei Nischen-Getränkehersteller über ihren Arbeitsalltag und ihren Werdegang erzählt. Wie sie dazu gekommen sind, womit sie zu kämpfen haben und was sie anders gemacht hätten. Alle haben ihr Geschäft in San Antonio, welches im Schatten von Austin liegt, sich aber laut Aussagen der drei Getränkehersteller immer mehr entwickelt. Spannend fand ich auch, dass jeder einen anderen Hintergrund hat: 

  • Manny hatte vorher einen gutbezahlten Sales-Job im Silicon Valley, nun verkauft er kaltgepresste Säfte an Coffee Shops
  • Cathy war eigentlich als Köchin in ganz Europa unterwegs und stellt nun Shrubs her
  • Boyan kommt aus Serbien und stammt von einer Distiller Familie, so wurde ihm das Handwerk schon in die Wiege gelegt

Nach diesen Vorträgen und vielen interessanten Gesprächen, lauschte ich am Abend den Klängen von diversen ortsansässigen Bands bei lokalen Kaltgetränken und typisch amerikanischem Essen. Morgen geht es weiter mit dem letzten Teil meiner Konferenzzusammenfassung.

Comments & Reviews

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*