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April 7th, 2016

SXSW 2016: Konferenzbericht zur South by South West Teil 4/4

Etwas unausgeschlafen und wehmütig machte ich mich an diesem Morgen auf, um meinen letzten Konferenztag zu beginnen. Nach eins, zwei, drei vorausgegangenen spannenden Tagen geht es in diesem Beitrag um den Endspurt, bevor ich privat noch einige Tage länger in Texas verweilte.

Tag 4 – Buddhisten, Cyber Punks & ein Fazit

Why Happiness Is Hard and How to Make It Easier

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Speaker

Andy Puddicombe hat sich nach einer Reihe von persönlichen Tragödien dazu entschieden nach Asien zu gehen, um dort in buddhistischen Klöstern Mönch zu werden. Nach zehn Jahren Meditationstraining und der buddhistischen Lehre ist er nach England zurück gekehrt, um den Menschen Meditation näher zu bringen. Nachdem er sechs Jahre als Meditationstrainer arbeitete, gründete er Headspace. Headspace bietet seinen Usern online und mobil Meditationskurse an. Headspace hat mittlerweile über 50 Mitarbeiter und 3 Millionen Abonnenten und im September eine $34M Finanzierungsrunde abgeschlossen.

In seinem Vortrag hat er von seiner Zeit als Mönch berichtet und wie er gelernt hat glücklicher zu sein. Später brachte er den ganzen Saal dazu still zu sein und gemeinsam fünf Minuten zu meditieren. 

It’s Not About an iPhone: Fixing the Encryption Mess

Speaker

Das Thema “FBI und iPhone” ist ja seit einigen Wochen in den Medien. In dem Talk wurde darüber diskutiert, was denn richtig wäre: Datenschutz oder Rettung von Leben. Eine schwierige Frage, die auch hier nicht beantwortet werden konnte. Mittlerweile hat sich das Thema ein wenig relativiert, da das FBI (mit Hilfe einer dritten Partei) das iPhone des San-Bernardino-Attentäters knacken konnte. Grundsätzlich geht es aber auch darum, ob man eine starke Verschlüsselung oder gar keine Verschlüsselung einsetzt. Verbraucher ziehen eine starke Verschlüsselung vor, während die Geheimdienste und Regierungen immer eine Hintertür möchten. Misha Govshteyn hat am Schluss noch einen guten Satz gesagt:

“Look at Europe, in Germany there is no job for us. They don’t trust the cloud, especially not the US!”

Closing Remarks: Bruce Sterling

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Speaker

Bruce Sterling gilt als Begründer des Cyber Punks. Er hat in den 80er Jahren einige Science Fiction Werke veröffentlicht. Ausserdem setzt er sich politisch für Hacker-Themen und derzeit auch für Flüchtlinge ein. In seinem Vortrag machte er darauf aufmerksam, dass wir zwar in einer “Data-Driven-Society” leben, aber keiner auf das Thermometer schaut. Die Klimaerwärmung ist real. 

In seinem Vortrag machte er seine Sicht deutlich, dass die ganze Welt derzeit in einem schlechten Zustand ist. Unter anderem nannte er das Beispiel, dass alle Länder in Europa aus der Europäischen Union austreten wollen, wie bspw. Großbritannien oder Frankreich. Brexit, Grexit, Frexit. Er ergänzte: 

“Germany will eventually exit from its own self.”

Mein Fazit zur SXSW 2016

Alles in allem ist die SXSW eine tolle Konferenz mit einem breiten Angebot, bei dem jeder relavante Themen findet. Das Angebot ist so groß, dass man sich oft nicht entscheiden kann, welche Veranstaltung man besucht. Bei einigen Vorträgen musste man sich frühzeitig anstellen, um noch einen Platz zu ergattern. Da die Event-Locations in der ganzen Stadt verteilt gewesen sind, war man gut beraten sich ein Fahrrad zu mieten oder mit einem der Pedicabs zu fahren. Die ganze Konferenz war sehr gut organisiert und ich werde auf jeden Fall noch sehr lange über die ereignisreichen Tage in Texas nachdenken.

Meine Empfehlung lautet zusammenfassend: Hinfahren & selber erleben!

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