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September 9th, 2018

WiWo-Club @ wlw

Das renommierte Wirtschaftsmagazin „WirtschaftsWoche“ war am 5.9. zu Gast in unseren heiligen Hallen. Die WiWo hatte Abonnenten zu einem Werkstattgespräch bei uns eingeladen. Thema war unsere Transformation von einem traditionellen Verlagshaus hin zu einer agilen Internet-Company.

Da man bei uns eine Werkstatt vergeblich sucht, wurde daraus kurzer Hand ein gemütliches Sit-in in der Küche im 5.Stock. Rund 30 Gäste waren der Einladung gefolgt und ließen sich auch durch das Großaufgebot der Polizei auf der Straße nicht abhalten.

Und das Kommen hat sich gelohnt. Thomas Kuhn, Technologieredakteur bei der WiWo interviewte Peter über eine Stunde lang dazu, was er bei „Wer liefert was“ vorgefunden hat als er vor gut sechs Jahren bei uns angefangen hat. Dabei kamen einige interessante Anekdoten ans Licht. Zum Beispiel, dass Peter sich „Wer liefert was“ nie vor seinem Antritt persönlich angesehen hat. „Ich glaube das war sowohl eine Art Selbstschutz als auch Taktik des damaligen Shareholders. Wenn man das zweite Gespräch an einem Flughafen statt in der Unternehmung hat, dann heißt das in der Regel nichts Gutes“, erzählte Peter mit einem Augenzwinkern. „Und wenn ich mir wlw zu dem Zeitpunkt angesehen hätte, dann hätte ich den Job wahrscheinlich nicht angenommen.“

Wie wir alle wissen, kam es anders. Für Peter bedeutete das, dass er sich erstmal fehl am Platz fühlte. „Ich war ein Alien. Es war wie im Zoo. Die damaligen Mitarbeiter haben mich beäugt und ich sie – die Frage war nur, wer ist auf welcher Seite des Käfigs.“

Dass nicht alles lustig war, musste Peter aber auch eingestehen. Denn, dass eine solcher Changeprozess nicht reibungslos von statten gegangen ist, ahnte Herr Kuhn natürlich auch und wollte genauer wissen, wie viele von damals heute noch bei uns arbeiten. „Wir mussten uns von rund 40 Leuten trennen. Das war teilweise sehr schmerzhaft. Deshalb freut es mich aber umso mehr, dass heute noch rund 50 Leute von der alten Mannschaft bei uns sind und wir deren Know-how in der Firma halten konnten.“

Herr Kuhn ging aber auch auf die positive wirtschaftliche Entwicklung ein: Über 300 Mitarbeiter, 40 offene Stellen, ein Umsatzwachstum von über 33 Millionen Euro jährlich vor sieben Jahren auf über 50 Millionen im Jahr 2017. Wie kommt das zustande, wollte der Journalist wissen. „Wir stehen im B2B noch total am Anfang was die Nutzung des Internets für Reichweitengenerierung und das Erschließen von Absatzmärkten angeht. Früher gaben Kunden rund 1.000 Euro im Jahr bei uns aus. Heute kommt es alle zwei Wochen vor, dass ein Kunde einen Auftrag von über 30.000 Euro Umsatz bei uns abschließt. Das wäre vor zwei Jahre noch nicht mögliche gewesen“, erzählte Peter. Und auch einen Blick in die Zukunft wagte Peter vor den interessierten Zuhörern: „Ich möchte mit dem Team einen relevanten europäischen Internet-Champion aufbauen. Das ist mein Ziel, dafür bin ich vor sechs Jahren hier angetreten. Das werden wir nicht morgen schaffen, aber wir haben auch keine zehn Jahre dafür Zeit.“

Nach dem offiziellen Gespräch zwischen Peter und Herrn Kuhn nutzten noch einige Gäste die Gelegenheit, Peter direkt Fragen zu stellen. Andere Gäste kamen untereinander ins Gespräch und ließen den Abend bei einem Glas Wein und einer Laugenbrezel  ausklingen. Insgesamt gab es viel positives Feedback für Peters offene Einblicke. Alle hier aufzuschreiben, ist nicht möglich. Deshalb bleibt nur der Appell, sich solche Möglichkeiten, bei denen Peter aus dem Nähkästchen plaudert nicht entgehen zu lassen. Und die nächste Möglichkeit kommt bestimmt.

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