Die häufigsten Fragen zum Job des Mechatronikers

Was verdient ein Mechatroniker? 

Während der Ausbildung verdienen angehende Mechatroniker zwischen 443 Euro und 1.118 Euro. Je nachdem, ob die Ausbildung in der Industrie oder im Handwerk absolviert wird, gibt es jedoch große Unterschiede. Grundsätzlich ist die Ausbildungsvergütung in der Industrie wesentlich höher als im Handwerk. Nach der Ausbildung liegen die Gehälter etwa zwischen 1.693 Euro und 3.477 Euro, im deutschlandweiten Durchschnitt verdient ein ausgebildeter Mechatroniker 2.425 Euro*. 

Welche Aufgaben hat ein Mechatroniker? 

Das Kernaufgabenfeld eines Mechatronikers liegt im Bau und in der Installation komplexer mechatronischer Systeme. Sobald diese eingerichtet sind, ist der Mechatroniker außerdem für Reparatur und Wartung zuständig. Eine wichtige Kernkompetenz des Mechatronikers besteht darin, dass er Konstruktionszeichnungen und Schaltpläne ebenso wie Bedienungsanleitungen lesen und verstehen kann. Dies ist Grundvoraussetzung für Anfertigung und Montage der entsprechenden Bauteile. Ob der Tätigkeitsschwerpunkt nach der Ausbildung in Bau und Montage von Systemen, im Test oder in der Wartung liegt, hängt in erster Linie von der Branche ab. 

Gefragt sind Mechatroniker vor allem in folgenden Branchen:

  • Automatisierungstechnik
  • Werkzeug- und Maschinenbau
  • Fahrzeugbau
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Informations- und Telekommunikationstechnik
  • Medizinische Technik
  • Zahntechnik
  • Orthopädie
  • Optik und Feinmechanik  

Wie sieht die Ausbildung zum Mechatroniker aus? 

Die Ausbildung zum Mechatroniker erfolgt üblicherweise im Rahmen der dualen Berufsausbildung in Industrie und Handwerk über einen Zeitraum von dreieinhalb Jahren. Den Abschluss erwerben Mechatroniker durch eine gestreckte Abschlussprüfung. Sie müssen also bereits nach dem Ende des zweiten Ausbildungsjahrs eine praktische Aufgabe lösen, schriftliche Fragen beantworten und ein Fachgespräch führen. Ein bestimmter Schulabschluss ist für die Ausbildung zum Mechatroniker nicht vorgeschrieben, jedoch werden gute Kenntnisse in Mathematik, in Informatik und in Werken oder Technik vorausgesetzt. 

Alternativ können Mechatroniker eine schulische Ausbildung absolvieren, wobei die Zugangsvoraussetzungen der Schulen variieren. Als weitere Alternative kann die Qualifikation zum Mechatroniker auch über ein Studium erworben werden. Diese Variante empfiehlt sich, wenn die Studenten rasch Karriere machen möchten und Führungspositionen anstreben. Hochschulen, die ein Mechatronik-Studium anbieten, setzen teilweise unterschiedliche Schwerpunkte von der Werkstofftechnik bis hin zur Technischen Mechanik. Es lohnt sich, vorab Informationen einzuholen. 

Welche Voraussetzungen muss ein Mechatroniker erfüllen? 

Neben handwerklichem Geschick und einer guten Hand-Auge-Koordination benötigt der angehende Mechatroniker vor allem technisches Verständnis. Er muss zudem in der Lage sein, sorgfältig zu arbeiten und sich schnell an wechselnde Arbeitsbedingungen anzupassen. Das ist etwa bei der Montage oder Wartung vor Ort erforderlich. Es ist auch nicht unüblich, dass Auszubildende zum Mechatroniker an mehreren Standorten des Unternehmens eingesetzt werden, sofern die Ausbildung in einem Industrieunternehmen erfolgt. 

Welche Karrierechancen haben Mechatroniker? 

Das Ende der Karriereleiter ist für Mechatroniker nach der Abschlussprüfung noch lange nicht erreicht. Sobald sie nach der Ausbildung Berufserfahrung gesammelt haben, können sie sich zum Industriemeister der Fachrichtung Mechatronik, zum Techniker Maschinentechnik oder zum Technischen Fachwirt weiterbilden.

Die Fortbildung zum Technischen Fachwirt sowie zum Industriemeister der Fachrichtung Mechatronik ist bundesweit einheitlich geregelt. Die Vorbereitungskurse dauern in Vollzeit zwischen acht Wochen und 24 Monaten, anschließend erfolgt die Abschlussprüfung bei der zuständigen IHK. Beide Fortbildungen sind auch in Teilzeit neben dem regulären Beruf möglich. In diesem Fall müssen Mechatroniker etwa mit der doppelten Zeitspanne zur Vorbereitung auf die Prüfung rechnen. 

Die Weiterbildung zum Techniker Maschinentechnik unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und erfolgt in der Regel an einer Fachschule. In Vollzeit dauert diese Fortbildung zwei Jahre, anschließend erfolgt eine schriftliche und mündliche, teilweise auch eine praktische Prüfung, die von der zuständigen Schulaufsichtsbehörde abgenommen wird. 

*arbeitsagentur.de, *gehaltsvergleich.com