Blisterverpackung: Mit einer Blase umhüllt

Blisterverpackungen sind dünnwandige Sichtverpackungen, deren Vorderseite in der Regel aus Kunststoff gefertigt wird. Das Wort „Blister“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Blase“. Der Begriff „Blisterverpackung“ bezieht sich auf das zumeist enthaltene Kunststofffolienformteil, das die Form einer Blase hat. Unter diesen Blasen werden beispielsweise Tabletten oder andere Pharmazeutika platziert. Die Rückwand dieser Blisterverpackungen besteht in der Regel aus Aluminiumfolie, bei nicht-medizinischen Produkten auch aus Kunststofffolie oder stabilem Kartonpapier.

Vorteile einer Blisterverpackung

Die Blisterverpackung hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Das hat seine Gründe, da die Sichtverpackungen eine Reihe von Vorteilen bieten:
 

  • Die Blisterverpackung für medizinische Zwecke garantiert höchste hygienische Standards, da sie mit einem speziellen Verfahren luftdicht verschweißt werden kann. Staubpartikel und Feuchtigkeit haben so keine Chance.
  • Diese Art der Versiegelung macht den Inhalt kindersicher.
  • Andere Arten von Blisterverpackungen, wie Klapp- oder Klemmblister, werden nicht verschweißt. Sie eignen sich beispielsweise für Haushaltsprodukte und haben den Vorteil, dass sie leicht zu öffnen sind.
  • Blisterverpackungen sind aus Marketinggesichtspunkten unentbehrlich, denn durch die Sichtbarkeit werden die verpackten Produkte werbewirksam präsentiert.
  • Die Kunststofffolien der Blisterverpackungen sind formbar und können nahezu jedem Produkt konturgetreu angepasst werden.
  • Durch die Blase ist die Verpackung robust und schützt den Inhalt beim Aufprall auf andere Produkte oder bei Stürzen.
  • Blisterverpackungen haben ein vergleichsweise geringes Gewicht.
  • Sie erleichtern die Warenbestückung im Handel und senken durch die standardisierten Halterungen den Aufwand bei Inventuren.
  • Die Papp- oder Aluminiumrückwand erlaubt zusätzlich zur transparenten Präsentation detaillierte Produktbeschreibungen.
     

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Blisterverpackung: Hier kommt sie zum Einsatz

Blisterverpackungen sind vor allem im pharmazeutischen Bereich unentbehrlich. Nicht nur Medikamente, sondern beispielsweise auch Kontaktlinsen oder Zahnbürsten werden so geschützt. Aber auch Elektronikhersteller greifen für empfindliche Bauteile gerne auf luftdichte und partikelfreie Blisterverpackungen zurück. So werden beispielsweise Speicherkarten oder USB-Sticks häufig in solche Sichtverpackungen eingehüllt, da sie aufgrund ihrer geringen Größe auf diese Weise optimal zur Geltung kommen. Batterien werden ebenfalls von Blisterverpackungen ummantelt, genauso wie Glühbirnen. Auch bei Kosmetika wie Lippenstiften, Rasierern oder auch bei Spielzeug für große Kinderaugen kommt die Sichtverpackung zum Einsatz.

Innovationen: Intelligente und nachhaltige Blisterverpackungen

Smart Packaging ist einer der Trends in der Verpackungsbranche. Blisterverpackungen können Menschen dank moderner Technologie dabei unterstützen, die Einnahme ihrer Medikamente nicht zu vergessen. So kann die Smart-Packaging-Lösung von Schreiner MediPharm automatisch die entnommene Menge und den Medikamententyp erfassen. Die gespeicherten Daten werden dann per App oder mit einem gesonderten Auslesegerät in eine Datenbank transferiert. Vergisst ein Patient die Einnahme oder hält sich nicht an die empfohlene Dosis, wird dieser über sein Fehlverhalten informiert.

Green Packaging

Unabhängig von der zum Einsatz kommenden Technologie sind herkömmliche Blisterverpackungen ökologisch bedenklich. Sie bestehen aus Materialien wie Polyvinylchlorid (PVC) für die Blisterfolie und Aluminium für die Rückwand. Diese Stoffe sind zum einen in der Produktion sehr energieintensiv, zum anderen basieren sie auf fossilen Energieträgern wie Erdöl und sind in der Regel nicht biologisch abbaubar.

Mittlerweile gibt es jedoch Blisterverpackungen, die überwiegend aus Biokunststoffen bestehen und die Anforderungen an ein kompostierbares Material erfüllen können. Andere nachhaltige Blisterverpackungen kommen ganz ohne Plastik aus. Ein Faltkarton ersetzt den Kunststoff, sodass die gesamte Verpackung im Altpapier entsorgt werden kann. Stanzungen im Karton gewährleisten die Sichtbarkeit bei solchen Modellen.