So viel vorweg: Eine Optimierung der verwendeten Verpackung lohnt, denn auch Verbraucher setzen sich zunehmend mit dem Thema Mikrowellenverpackung auseinander. Verpackungen, die schon bei geringer Hitzezufuhr vermehrt Giftstoffe freisetzen oder einen Nährstoffverlust der zubereiteten Speisen begünstigen, haben kaum Chancen, mit der Konkurrenz mitzuhalten. 

Ansprüche an mikrowellengeeignete Verpackungen

Um für den Einsatz in der Mikrowelle geeignet zu sein, müssen Verpackungen eine Reihe von Kriterien erfüllen. Hier die drei wichtigsten:
 

  • Optimale Versiegelung: Eine optimale Versiegelung der Verpackung ist essenziell, um die verpackten Speisen ohne Schäden in der Mikrowelle zubereiten zu können. Weder an der Verpackungsfolie noch bei der Verpackung selbst darf es beim Erhitzen in der Mikrowelle zu Schäden kommen.
  • Hitzebeständigkeit: Mikrowellengeeignete Verpackungen müssen – abhängig von der angegebenen Wattzahl – zu einem gewissen Grad hitzebeständig sein. Verpackungsmaterialien, die sich als nicht ausreichend hitzebeständig erwiesen haben, können beim Erwärmen in der Mikrowelle einerseits Schaden nehmen und andererseits die erwärmten Speisen ungenießbar oder sogar gesundheitsschädlich werden lassen.
  • Robustheit: Beim Zubereiten von verpackten Speisen in der Mikrowelle kann es zu einem heftigen Druckanstieg kommen. Um diesem standhalten zu können, müssen Verpackungen entsprechend robust konstruiert sein.
     

Wesentlich für die genannten Punkte ist neben der Konstruktion der jeweiligen Verpackung das verwendete Material. So eignet sich längst nicht jeder Kunststoff für den Einsatz in der Mikrowelle. 

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Verpackungsmaterialien für die Mikrowelle – ein Überblick

Es gibt eine Reihe von Kunststoffen, die sich dank ihrer Hitzebeständigkeit gut für den Einsatz in der Mikrowelle eignen. Zu nennen wären hier beispielsweise:

  • Polyethylenterephthalat (PET): Teilkristallines PET verträgt problemlos eine Dauereinsatztemperatur zwischen 20 und 120 Grad Celsius und ist damit ideal als Verpackung für in der Mikrowelle zubereitete Speisen geeignet.
  • Polypropylen (PP): PP verträgt immerhin Temperaturen von bis zu 100 Grad Celsius und kommt damit ebenso als mikrowellengeeignetes Verpackungsmaterial infrage.
  • Polycarbonat (PC): Auch PC wird dank seiner ebenfalls hohen Hitzebeständigkeit bedingt als Mikrowellengeschirr eingesetzt. Allerdings ging die Verwendung dieses Kunststoffs in den letzten Jahren zurück.

Die Verpackungsfolie: Ansprüche und Möglichkeiten

Wird ein Fertiggericht in der Mikrowelle erhitzt, ist die Verpackungsfolie einer besonderen Belastung ausgesetzt. Der entstehende Druck kann diese im Extremfall zum Platzen bringen. Die verwendeten Verpackungsfolien müssen daher besonders robust konstruiert sein. Aber auch durch innovative Konstruktionsmethoden – etwa durch eine vorgefertigte Sollbruchstelle für eine kontrollierte Druckreduzierung – kann die Verpackungsfolie mikrowellenfit gemacht werden. Sogar mit kompostierbaren Verpackungsfolien lässt sich mittlerweile bei Verbrauchern punkten. 
 

Verlieren Mikrowellengerichte tatsächlich Nährstoffe?

In der Mikrowelle zubereitete Speisen stehen schon lange im Verdacht, wichtige Nährstoffe zu verlieren – selbst dann, wenn sie in mikrowellengeeigneten Verpackungen erhitzt worden sind. Tatsächlich lässt sich aber nicht pauschal sagen, dass sich auf dem Herd gekochte Speisen stets durch einen geringeren Nährstoffverlust auszeichnen. Studien legen zwar nahe, dass Antioxidantien und Proteine beim Erhitzen in der Mikrowelle in der Tat tendenziell schneller verloren gehen. Umgekehrt können jedoch beispielsweise die Vitamine von Milch und Gemüse – in Folge der kürzeren Erhitzungsdauer – in der Mikrowelle deutlich besser konserviert werden. Mikrowellengerichte zeichnen sich folglich nicht pauschal durch einen Nährstoffverlust aus.

Einem möglichen Nährstoffverlust kann darüber hinaus bis zu einem gewissen Grad durch optimierte Verpackungen (perfekte Versiegelung, hohe Hitzebeständigkeit etc.) entgegengewirkt werden. 

Potenzielle Risiken von Mikrowellenverpackungen

In der Regel geben mikrowellengeeignete Verpackungen beim Erhitzen keine Giftstoffe ab. Problematisch wird es allerdings, wenn Speisen über einen längeren Zeitraum mit einer höheren Wattzahl als vorgeschrieben erhitzt werden. Hier besteht durchaus die Gefahr, dass potenziell gesundheitsschädigende Giftstoffe in die erhitzten Speisen gelangen können. Umso wichtiger ist es, Verbraucher klar und deutlich auf die Wichtigkeit der Einhaltung der korrekten Wattzahl hinzuweisen. 

Fazit: Verbraucher honorieren qualitativ hochwertige Verpackungen

Die Ansprüche an mikrowellengeeignete Verpackungen sind hoch. Angesichts des zunehmenden Interesses der Verbraucher lohnt es sich durchaus, in die Entwicklung einer optimalen Verpackung zu investieren, die sich durch Robustheit und hitzebeständiges Material auszeichnet. Zusätzlich punkten können Unternehmen, die auf neueste Materialien setzen, die auf Basis nachwachsender Rohstoffe gewonnen werden. Vor allem umweltbewusste Verbraucher lassen sich auf diese Weise erreichen.