Business-IT

Digitalisierung des Mittelstandes

Business-IT: Das erwartet uns in Zukunft

Schätzungsweise 12 Milliarden mobile Endgeräte sind heute weltweit im Umlauf. Die Menge der Daten verdoppelt sich dabei schätzungsweise alle 20 Monate (Quelle: McKinsey). Um als Unternehmen in dieser vernetzen Welt zu bestehen, hat die Topmanagement-Beratung McKinsey den Report „Zehn Business-Trends für die nächste Dekade“ verfasst. Darin geht es um die Technik-Trends, die den größten Einfluss auf Unternehmensentscheidungen haben.

10 Trends für die Zukunft

Trend 1: Social Media
Unternehmen müssen begreifen, dass soziale Medien nicht nur Konsumenten betreffen und sich nicht auf Internetplattformen wie Facebook und Co. beschränken. Vielmehr ist „Social Media“ ein weites Feld, mit einer Vielzahl von eigenen Regeln und Möglichkeiten, die sich immer wieder erneuern, ergänzen und verändern. Nur wer diese Regeln begreift, ist in der Lage, die großen Chancen zu nutzen, die damit verbunden sind.

Trend 2: Big Data
Ursachen für Retouren aufdecken, maßgeschneiderte Angebote unterbreiten oder komplexe Produktionsabläufe simulieren, um Prozesse zu optimieren: Die Nutzung von Big Data ist heute nicht nur Voraussetzung, um im Wettbewerb zu bestehen, sondern sie bietet viele Möglichkeiten, sich hier wichtige Vorteile zu sichern.

Trend 3: Das Internet neu definieren
Laut der McKinsey-Studie werden in nicht allzu ferner Zukunft fast alle Geräte mit dem Internet verbunden sein. Das bedeutet: Unternehmen sollten das Internet nicht mehr als reine Suchmaschine oder „Ort für Datenbesorgungen“ betrachten. Vielmehr besitzt das Internet schon heute das Potenzial, in unterschiedlichsten Geschäftsfeldern ganz neue Ansätze zu schaffen. Ein Beispiel: Schon heute können FedEx-Kunden ihren Sendungen ein Gerät beilegen, mit dem nicht nur zu jedem Zeitpunkt das Paket geortet, sondern auch Temperatur, Luftdruck etc. gemessen werden kann.

Trend 4: Sharing Economy
Ob Carsharing, Homesharing, Officesharing oder Filesharing: Der gemeinschaftliche Konsum von Gütern und Dienstleistungen wird immer beliebter. Karin Frick vom Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) bestätigt diesen Trend und sieht die drei Hauptursachen dafür im erwartungsfreien Teilen (Mothering), der besseren Nutzung begrenzter Ressourcen (Pooling) und der Geselligkeit und Pflege sozialer Beziehungen (Socializing). Aus dieser modernen Form des intelligenten Verzichts wachsen neue Wirtschaftszweige heran. So lassen sich Geschäftsmodelle wie z. B. AirBnB ohne Weiteres auch auf andere Bereiche übertragen.

Trend 5: Denkarbeit wird automatisiert
Laut McKinsey-Report führen die moderne Datenanalyse, die hohen Rechenleistungen und die Lernfähigkeit der Systeme immer mehr dazu, dass auch die Kopfarbeiter in Unternehmen ersetzt werden. Demnach sind Maschinen und Computer zukünftig immer besser in der Lage, Sprache und Zusammenhänge zu verstehen. Ein Unternehmen in den USA hat kürzlich mit einem Computer über 500.000 Dokumente durchsucht und innerhalb von drei Tagen den nur 0,5 Prozent großen Teil davon herausgefiltert, der für einen bestimmten Prozess relevant war. Menschen hätten dazu mehrere Wochen benötigt.

Trend 6: Das Netz wächst
2014 nutzen weltweit 2,9 Milliarden Menschen das Internet (Quelle: Statista). Hier liegt noch ein riesiges Potenzial brach. So nutzt in Indien z. B. nur jeder zehnte Bürger das Netz (Quelle: McKinsey). Die Anzahl der weltweiten Internetnutzer (Digital Citizens) wird in den nächsten Jahren demnach rasant steigen. Einer der Gründe dafür liegt u. a. in den fallenden Preisen für Smartphones. Hier bieten sich viele neue Geschäftschancen, z. B. im Bereich „Mobiles Bezahlen“.

Trend 7: Die Welt ist digital

Produkte via QR-Code scannen, Augmented Reality, unzählige Apps, die den Alltag erleichtern: Die Welt in den Industriestaaten ist bereits digital. Eine Trennung von digitaler und analoger, von Online- und Offline-Welt, ist nicht mehr denkbar. Das Digitale gehört ganz selbstverständlich zum Leben der Menschen. Damit bieten sich unzählige Möglichkeiten für Dienstleister und Händler, diese digitale Affinität kreativ für das eigene Business zu nutzen und Umsätze zu steigern.

Trend 8: Gratis-Kultur, Personalisierung, Vereinfachung
Viele Konsumenten leben heute wie selbstverständlich mit dem Internet. Sie sind es gewohnt, viele Angebote gratis, personalisiert und einfach zu bekommen. Dieser Trend stellt Unternehmen zukünftig vor neue Herausforderungen. Denn Transparenz und Datensicherheit sind für den Kunden weiterhin von großer Bedeutung!

Trend 9: E-Commerce für jeden
Die Ängste vor dem Mobilen Bezahlen verschwinden zunehmend. Die Zugangsbarrieren und -kosten des Online-Handels sind so weit gesunken, dass zukünftig immer mehr Privatleute online untereinander handeln. Unternehmen müssen demnach zukünftig im Auge behalten, dass auch kleinere Konkurrenten problemlos am globalen Wettbewerb teilnehmen können.

Trend 10: Erhöhte Nutzung des WWW für Gesundheits- und Bildungsinhalte
Das Internet wird zunehmend dafür genutzt werden, staatliche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus verbessern die modernen Internettechnologien auch die Gesundheitsversorgung. Vor allem in Dritte-Welt-Ländern nehmen diese Technologien rasant an Fahrt auf. So hat Bangladesch erst vor Kurzem ein Frühwarnsystem installiert, das werdenden Müttern rechtzeitig eine Hebamme schickt. 90 Prozent der Geburten finden hier außerhalb von Krankenhäusern statt.

Fazit

Weltweit verdoppelt sich alle 20 Monate die Zahl der mobilen Endgeräte. Es ist daher offensichtlich, dass der digitale Sektor ein riesiger Markt ist. Die zehn stärksten Trends, die die Studie herausgearbeitet hat – von Social Media über Sharing Economy bis hin zur Nutzung des WWW für Gesundheit und Bildung – haben eines gemeinsam: Sie verändern das gewohnte Verhalten der Kunden. Nur Unternehmen, die sich darauf einstellen und die Chancen erkennen, werden am Markt bestehen können. Bei uns finden Sie kompetente Partner für jede Art von digitalem Business.

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