Mobile Datennutzung im Ausland

Digitalisierung des Mittelstandes

Mobile Datennutzung im Ausland: Das sollten Sie wissen

Die Business-Welt dreht sich immer schneller. Technologien, Märkte und Anforderungen unterliegen einem stetigen Wandel. Auch die Kommunikation hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Smartphones und Tablets sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und das Arbeiten aus dem Homeoffice oder von unterwegs ist zur Regel geworden. Niederlassungen und Kunden sind auf der ganzen Welt verteilt und das berufliche Reisen beansprucht immer mehr Zeit. Die Wartezeit am Flughafen oder die Dauer der Zugfahrt wird für das Arbeiten genutzt – nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern weltweit. 

Damit stehen Unternehmen vor neuen Herausforderungen: Wie wählt man für die Mitarbeiter die leistungsfähigsten Smartphones und passenden Mobilfunktarifen aus? Insbesondere im Berufsleben werden Flatrates in alle Netze und ein großen Datenvolumen benötigt. Tarife sollten dabei dem Arbeitsleben angepasst sein und insbesondere bei vielen Reisetätigkeiten ist der Blick in die Tarifdetails wichtig. Denn internationales Roaming bringt meist hohe Kosten mit sich. 

Was ist internationales Roaming?

Als internationales Roaming bezeichnet man die Nutzung ausländischer Netze, z. B. während einer Geschäftsreise. Dafür wird in der Regel eine erhöhte Gebühr fällig. Dies gilt sowohl für die Telefonie, die Internetnutzung als auch für den SMS-Versand. Häufig wird auch bei eingehenden Anrufen oder SMS eine zusätzliche Gebühr berechnet. In diesem Fall zahlt der Anrufer aus Deutschland sozusagen nur bis zur Ländergrenze, der Angerufene muss die zusätzlichen Gebühren im Ausland übernehmen. 

Eine kurze Preisübersicht erhalten die meisten Mobilfunk-Kunden von Ihrem Anbieter per SMS bei Einreise in ein anderes Land. Mehr bekommt der Handynutzer zunächst nicht davon mit. Erst nach der Rückkehr droht die Überraschung: Roaming kann sehr schnell eine hohe Rechnung verursachen. Denn im Alltag kann man selten auf Zusatzgebühren Rücksicht nehmen. Das Business macht nicht „Halt“, nur weil man gerade beim Kundentermin in Frankreich, beim Jahresmeeting in Griechenland oder auf der Messe in Schweden ist. Status Updates und Absprachen laufen weiter, Telefonkonferenzen werden durchgeführt, eilige Rückfragen und kurzfristige Änderungen müssen kommuniziert werden. 

Wie haben sich die Kosten für Roaming in den letzten Jahren verändert?

Da die Gebührenstrukturen so unübersichtlich und für den Handynutzer kaum nachvollziehbar sind, beschloss das EU-Parlament 2007 eine preisliche Obergrenze zum Schutz der Verbraucher. Diese wurde seither immer weiter gesenkt. Die letzte Senkung erfolgte zum 30. April 2016. Ab dem 15. Juli 2017 sollen die Gebühren dann komplett entfallen. Rechtsgrundlage ist die Verordnung (EG) Nr. 531/2012 des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates vom 13. Juni 2012. 

Endlich freies Telefonieren in ganz Europa? Leider nein. Unbegrenztes Surfen und Telefonieren im Ausland bedeutet das nicht. Werden bestimmte Daten- und Volumen-Grenzen, an denen die EU-Kommission derzeit noch arbeitet, überschritten, können Kosten weiterhin an den Mobilfunk-Kunden in Rechnung gestellt werden. Dies könnte gerade für Geschäftsleute ein Problem werden, weil sie häufig einen sehr hohen Datenverbrauch haben. Da kann schon das Herunterladen von Anhängen in E-Mails schnell die Grenze erreicht werden, wenn Powerpoint, PDF und Co. mehrere MB schwer sind. Auch das Streaming von Videos oder Musik, zum Beispiel über YouTube oder Spotify kostet viel Datenvolumen. 

Bei allen Gesetzänderungen ist es daher weiterhin wichtig, die Roaming-Kosten im Mobilvertrag genau im Blick zu haben und bei der Wahl des Mobilfunk-Tarifs das eigene Nutzungsverhalten genau zu berücksichtigen. Prüfen Sie, wie viel Zeit Sie im Jahr tatsächlich im Ausland unterwegs sind, welche Aufgaben Sie von dort telefonisch oder über das mobile Internet erledigen. Und vergessen Sie auch den privaten Verbrauch dabei nicht: Wer verzichtet auf der Geschäftsreise denn schon darauf via Facebook oder WhatsApp an Freunde und Familie ein kurzes Update, am besten mit Foto, vom Flughafen oder der tollen Aussicht aus dem Hotelzimmer zu schicken? 


Darauf sollten Sie achten, wenn Sie im Ausland unterwegs sind

Um Ihren Geldbeutel gezielt zu schonen, finden Sie hier eine Liste, wie viel Datenvolumen durch die Nutzung des mobilen Internets verbraucht wird:

Messenger (z.B. WhatsApp)

ca. 10 KB pro Nachricht
ca. 80 KB mit Bild

E-Mails checken50 KB (zzgl. Dateianhänge)
Flug- und Fahrplanauskunftca. 200 KB
Suche mit Googleca. 200 KB
Navigation mit Google Mapsca. 1 MB pro 100 km
Tipp: nutzen Sie Offline-Karten
Musik-Streaming (z. B. Spotify)ca. 1 MB pro Minute
Video-Streaming (z. B. YouTube)ca. 2 bis 8 MB pro Minute, je nach Auflösung
Facebookca. 1,5 MB pro Minute
Vorsicht: vor allem Videos in Ihrem Stream kosten viel Volumen!
Anruf über Skypeca. 1 MB pro Minute
ca. 3 MB pro Minute zu Skype, mit Video mehr


Dieser Inhalt entstand in Zusammenarbeit mit BossMobile

Für Geschäftskunden bietet BossMobile attraktive Smartphones und Mobilfunktarife im o2-Netz an. Neben Allnet-Flats in alle deutschen Netze enthalten die Tarife von BossMobile eine EU-Flat für Gespräche aus dem EU-Ausland in deutsche Netze und für Gespräche innerhalb des EU-Landes. Angenommene Gespräche werden nicht berechnet. Zusätzlich stehen für die Smartphone-Nutzung im Ausland ein 1 GB Datenvolumen und 1000 SMS zur Verfügung.  Darüber hinaus bietet BossMobile Mengenrabatte schon ab dem zweiten Tarif an, so dass kostengünstig das komplette Team ausgestattet werden kann.

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