Technologie-Förderung

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Digitalisierung des Mittelstandes

Technologie-Förderung wird ausgebaut

Mehr als 20000 Technologie-Projekte der mittelständischen Wirtschaft haben seit 2008 vom „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand ZIM“ des Wirtschaftsministeriums profitiert. Nun wird das Förderprogramm verlängert und deutlich aufgestockt.

Um Forschungs- und Entwicklungsvorhaben von kleineren und mittleren Unternehmen in Deutschland zu unterstützen, lässt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das Förderprogramm ZIM auch über 2014 hinaus weiterlaufen. Auch der Etat wird erhöht: allein in 2015 um 30 Millionen Euro. Schon seit Juli 2008 läuft das Förderprogramm auf Hochtouren. Seitdem wurden jährlich 4500 Projekte mit Fördermitteln und Zuschüssen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro unterstützt. Im November 2014 erging der 20000. Bescheid. Bis 2019 stellt das Ministerium weitere, nicht rückzahlbare Zuschüsse für innovative Vorhaben in Höhe von 543 Millionen Euro zur Verfügung.

Was ist das Ziel von ZIM?
Die ZIM-Förderung soll mittelständische Unternehmen in ihrer Innovationskraft unterstützen, einen Beitrag für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit leisten und so dabei helfen, neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen.

Wer kann die ZIM-Förderung beantragen?
Unterstützt werden kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe und die Freien Berufe, bei Kooperationsprojekten mit Unternehmen auch Forschungseinrichtungen in Deutschland, sofern sie Kooperationspartner eines Antrag stellenden Unternehmens sind.

Welche Projekte werden gefördert?
Die Förderung erfolgt ohne thematische Einschränkung auf bestimmte Technologiefelder oder Branchen. FuE-Projekte werden unterstützt, wenn sie „auf anspruchsvollem Innovationsniveau die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig erhöhen und damit neue Marktchancen eröffnen“. Gefördert werden auch neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen, die die bisherigen Erzeugnisse des Unternehmens deutlich übertreffen und sich am internationalen Stand der Technik orientieren.

Wie hoch ist die Förderung?
Der Zuschuss ist abhängig von Unternehmensgröße, Standort und Art des Vorhabens und beträgt bei FuE-Projekten zwischen 25 und 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten von maximal 350000 Euro je Teilprojekt eines Unternehmens. Beim Management von Kooperationsnetzwerken beträgt der Zuschuss im ersten Jahr bis zu 90 Prozent, im zweiten Jahr 70, im dritten 50 und ggf. im vierten Jahr 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt können Vorhaben mit bis zu 350000 Euro gefördert werden, wobei auf den ersten Teilabschnitt des Projektes (Phase 1) nicht mehr als 150000 Euro entfallen dürfen. Bei innovationsunterstützenden Dienst- und Beratungsleistungen können bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten von maximal 50000 Euro pro ZIM-gefördertem FuE-Projekt beantragt werden.

Gilt das auch für Projekte mit ausländischen Partnern?
Ja. Vor dem Hintergrund der Globalisierung der Wirtschaft ermöglicht das BMWi deutschen KMUs, KMU-Verbänden und Forschungseinrichtungen die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern. Bei FuE-Kooperationsprojekten mit ausländischen Partnern kann der Fördersatz um fünf Prozent erhöht werden. Die Förderung der Forschungseinrichtungen beträgt grundsätzlich 90 bis 100 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, bei Kooperationsprojekten mit Forschungseinrichtungen jedoch höchstens 175000 Euro je Teilprojekt. Die AiF Projekt GmbH koordiniert dabei die europäischen Förderagenturen-Netzwerke CORNET und EraSME. Diese unterstützen Antragsteller bei der Suche nach ausländischen Projektpartnern und beraten sie in ihrer Muttersprache. Jährlich werden zwei Ausschreibungsrunden für europäische Projekte mit Fristen im März und September organisiert. Weitere Informationen zum europäischen Förderagenturen-Netzwerk: www.cornet-era.net

KfW-"StartGeld"

Immer mehr Existenzgründer machen sich mit einer nebenberuflichen Tätigkeit auf den Weg in die Selbstständigkeit. Das zeigt der „KfW-Gründungsmonitor 2014“. Demnach lag die Zahl der nebenberuflichen Gründer im Jahr 2013 sogar höher als die der Haupterwerbsgründer. Die Nebenerwerbsgründer wollen sich selbst beweisen, dass sie ihre Talente und Ideen auch eigenverantwortlich wirtschaftlich nutzen können. Für diese Gründer mit kleinerem Kapitalbedarf im Dienstleistungssektor oder im Handwerk empfiehlt die KfW den „ERP-Gründerkredit-StartGeld”. Bis zu 100000 Euro lassen sich darüber zu günstigen Zinskonditionen finanzieren. Das „StartGeld” kann auch ohne Eigenkapital gewährt werden. Zudem übernimmt die KfW eine 80-prozentige Haftungsfreistellung gegenüber der Hausbank, was den Zugang zur Finanzierung wesentlich erleichtert. Mehr Informationen zu Voraussetzungen und Konditionen unter: www.kfw.de/gruenden

Alle aktuellen Termine der Mittelstandstage finden Sie hier

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