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Oberflächentechniker sorgen für verbesserte Eigenschaften von Werkstücken

Wie sieht eigentlich das Berufsbild des Oberflächentechnikers aus? Die Ausbildung ist vielfältig und in dem anerkannten Lehrberuf gibt es zum Beispiel fünf Spezialisierungen. Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ergeben sich vor allem als Meister und als Ingenieur.

Oberflächentechniker – Schutz und Veredlung von Oberflächen

Oberflächentechniker schützen und veredeln Oberflächen von Metall und Kunststoff. In einer 3,5-jährigen Ausbildung werden nicht nur die verschiedenen Veredelungstechniken gelehrt, sondern auch wie sich Prozesse steuern und überwachen lassen sowie die Wartung und Instandhaltung der Maschinen.

Wie sieht die Ausbildung zum Oberflächentechniker aus?

Die Ausbildung zum Oberflächentechniker wird zum einen als duale Ausbildung angeboten, bei der Berufsschule und betriebliche Ausbildung kombiniert werden. Darüber hinaus ist auch eine Ausbildung an einer Fachschule für Chemie mit dem Ausbildungszweig Chemische Technologie und Umwelttechnik oder an einer Fachschule für Chemische Betriebstechnik möglich. Diese dauert vier Jahre und umfasst weitere Ausbildungsinhalte. Fünf Jahre dauert die Ausbildung an einer höheren Lehranstalt für Chemie mit der Richtung Oberflächentechnik oder für Werkstoffingenieurwesen.

Die Auszubildenden erhalten schwerpunktmäßige Einblicke in die Abläufe der Produktion und einen Überblick über die Arten der Veredlungstechnik. Abhängig vom Ausbildungsbetrieb kann in einigen Bereichen verstärkt ausgebildet werden. Schwerpunkt der Ausbildung ist die Beschichtung von Metallen, bei der es sich um die folgenden Varianten handelt:

Der Unterricht an der Berufsschule findet in Blöcken statt. Während der Ausbildung lernen angehende Oberflächentechniker mit verschiedenen Verfahren und Technologien die Herstellung von mechanischen Überzügen auf Metallen oder Kunststoffen. Nach ihrer Ausbildung können Oberflächentechniker in einem der fünf Schwerpunkte, also Emailtechnik, Feuerverzinkung, Pulverbeschichtung, Galvanik oder mechanische Oberflächentechnik tätig werden.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Voraussetzung für die Ausbildung ist mindestens ein Hauptschulabschluss mit gutem Notendurchschnitt; besser ist noch ein Realschulabschluss. Das Hauptaugenmerk bei der Ausbildung liegt auf den Fächern Mathematik, Physik und Chemie, daher werden gute Noten in diesen Fächern und entsprechendes Interesse erwartet. Die Auszubildenden sollten über handwerkliches Geschick und eine gute Konstitution verfügen. Sie sollten Verantwortungsbewusstsein und eine schnelle Auffassungsgabe mitbringen und nicht unter Allergien leiden.

Die Aufgaben des Oberflächentechnikers

Zu den Aufgaben des Oberflächentechnikers gehören der Schutz und die Veredlung von Oberflächen aus Metall und Kunststoff mit verschiedenen Überzügen. Das Werkstück erhält durch die Veredlung der Oberfläche besondere Eigenschaften, zu denen Isolation oder Leitfähigkeit, eine besondere Härte, Korrosionsschutz, Schutz vor Beschädigungen oder eine verbesserte Optik gehören. Auf mechanischem, elektrolytischem oder chemischem Weg bringen Oberflächentechniker Schichten auf die Oberflächen. In der Hand des Oberflächentechnikers liegt der gesamte Prozess von der Reinigung und Vorbehandlung bis zur Nachbehandlung durch Schleifen oder Polieren der Werkstücke. Auch die Qualitätskontrolle fällt in ihren Tätigkeitsbereich.

Oberflächentechniker werden auch in Unternehmen eingesetzt, die weitgehend automatisiert sind. Sie sind dann für die Steuerung und Überwachung der Prozesse zuständig und übernehmen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten der Maschinen und Geräte.

Was verdient ein Oberflächentechniker?

Die Vergütung des Oberflächentechnikers ist abhängig von der Region, aber auch vom Einsatzgebiet, von der Branche und von den Berufsjahren. Die monatliche Gehaltsspanne erstreckt sich von ungefähr 2200 bis 3300 Euro brutto. Bei einem größeren Verantwortungsbereich, beispielsweise als Fertigungsleiter Oberflächentechnik, kann das monatliche Gehalt bei über 6000 Euro brutto liegen.

Welche Karrierechancen haben Oberflächentechniker?

Nach ihrer Ausbildung haben Oberflächentechniker ziemlich gute Karrierechancen. Sie können mit entsprechender Berufserfahrung als Vorarbeiter oder Partieführer tätig werden. Oberflächentechniker haben die Möglichkeit, verschiedene Fachkurse zu belegen, um sich zu spezialisieren. Nach einer absolvierten Meisterprüfung können Oberflächentechniker als Werkmeister, Meister oder Abteilungsleiter arbeiten. Auch die Selbstständigkeit mit einem eigenen Betrieb ist dann möglich.

Die Werkmeisterschule kann berufsbegleitend besucht werden, die Qualifikation als Meister dauert zwei Jahre und kann für die Richtungen Technische Chemie und Umwelttechnik oder Kunststofftechnik erfolgen. Auch eine zweijährige Meisterschule für Kunst und Gestaltung in der Richtung Metallgestaltung ist möglich. Ebenso kann ein Ingenieurstudium, das Abitur oder Fachabitur vorausgesetzt, erfolgen. Hier kann der Schwerpunkt auf Oberflächentechnik, Qualitätsingenieur oder Maschinenbau liegen.

Gute Berufschancen als Oberflächentechniker

Oberflächentechniker haben gute Berufschancen. Sie müssen eine dreieinhalbjährige Ausbildung im dualen System absolvieren und können sich auf verschiedene Schwerpunkte spezialisieren. Oberflächentechniker veredeln und schützen Oberflächen aus Metall oder Kunststoff und können auch in stark automatisierten Unternehmen eingesetzt werden. Auszubildende sollten Interesse an Technik und Naturwissenschaften, eine gute körperliche Verfassung und Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Karrierechancen ergeben sich vor allem als Vorarbeiter oder als Meister. Die Verdienstmöglichkeiten sind bereits nach der Ausbildung recht gut, doch hängt der Verdienst von der Region, der Branche und der Berufserfahrung ab.

Oberflächentechniker ist ein vielseitiger Beruf

Ausbildung 3,5 Jahre im dualen System, vier Jahre an einer Fachschule für Chemie, fünf Jahre an einer höheren Lehranstalt für Chemie:

  • Spezialisierungen in Emailtechnik, Feuerverzinkung, Pulverbeschichtung, Galvanik und mechanischer Oberflächentechnik
  • Veredlung und Schutz von Oberflächen aus Metall und Kunststoff
  • Wartung und Instandhaltung von Maschinen und Geräten
  • Steuerung und Überwachung in automatisierten Bereichen
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