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Hochflexible Schnittstelle für häufiges Umrüsten

Die Anforderungen an die Flexibilität in der industriellen Fertigung sind enorm gewachsen. Das Prinzip des modularen Aufbaus setzt sich durch. Immer häufiger wechseln die Werkzeuge an den Maschinen, und zunehmend kommen auch ortsveränderliche Geräte zum Einsatz, z.B. in Test-, Diagnose- und Prüfeinrichtungen. Ursache ist der immer speziellere Bedarf von Endverbrauchern und Industriekunden nach Produkten.

Die Industrie wird diesem Bedarf gerecht, indem sie auch in kleinen Losgrößen fertigt. Zugleich muss sie aber auch Kosten minimieren. Die modulare Fertigung benötigt deshalb besonders flexible Schnittstellen. Oft mögen Standard-Industriesteckverbinder ausreichen, die auf über 500 Steckzyklen ausgelegt sind. Doch parallel wächst der Bedarf nach schweren Steckverbindern, die noch häufigeres Stecken und Ziehen ermöglichen.

Standard-Industriesteckverbinder vor 60 Jahren patentiert

Die modularen Lösungen ebenso wie die Steckverbinder für hohe Steckzyklen haben eine gemeinsame Wurzel: das ist der Standard-Industriesteckverbinder Han A®, für den die Firma HARTING aus dem ostwestfälischen Espelkamp im Jahr 1957 das Patent erhielt. Dieser Steckverbinder war das Muster, aus sich im Laufe der Jahrzehnte das weltweit umfassendste Produktspektrum im Bereich schwerer Industriesteckverbinder entwickelte.

Als der Han A® Marktpremiere hatte, war HARTING schon seit 10 Jahren Dauergast auf der Hannover Messe. HARTING war folglich schon auf der ersten Ausstellung in Hannover präsent, die am 18. August 1947 die Pforten öffnete. Seither hat das Unternehmen keine einzige Hannover Messe ausgelassen – und sich in dieser Zeit vom Garagenbetrieb mit wenigen Mitarbeitern zum vielseitigen, weltweit tätigen Technologiekonzern entwickelt. Bestimmten bei der ersten Messepräsenz noch Weidezaungeräte und Sparlampen das Sortiment, zeigt HARTING inzwischen smarte Steckverbinder-Lösungen für die Integrated Industry.

Jederzeit umrüstbare Anlagen

Eine Anlage soll jederzeit umrüstbar sein, um den Umstieg von der Fertigung eines Produktes auf ein anderes zu ermöglichen – im Extremfall soll sich sogar die Losgröße 1 realisieren lassen. Die einzelnen Module der Anlagen müssen schnell austauschbar sein. Dabei werden Schnittstellen für alle Lebensadern der Industrie gebraucht: Data, Signal, Power. Neben der Versorgung mit hoher Leistung benötigen modulare Maschinen viel Kommunikation zwischen Steuerung und Peripherie. Die Verbindungstechnik muss sehr robust sein, den jeweiligen Umgebungsbedingungen angepasst. Um Bauraum und Kosten zu sparen, empfiehlt sich zudem ein platzsparendes Design.  

HARTING hat eine Baureihe entwickelt, die diese Anforderungen erfüllt und auf Anwendungen mit über 10.000 Steckzyklen ausgerichtet ist. Selbst nach mehrtausendfachem Stecken und Ziehen erfüllen diese Steckverbinder noch zuverlässig die hohen Anforderungen der Steckverbindernorm DIN EN 61984.

Abgeleitet von „High Mating Cycle“ heißt die Baureihe Han® HMC. Sie beruht auf den bewährten und weit verbreiteten Han® Steckverbindern und kommt mit einigen wenigen Optimierungen aus: So ist das Verriegelungssystem auf über 10.000 Steckzyklen ausgelegt. Eine leistungsfähige Kontaktfeder ersetzt die üblichen Erdungskontakte an den Einsätzen. Die Crimpkontakte sind mit einer speziellen Goldoberfläche beschichtet, damit die Kontaktkraft auch nach Tausenden von Steckzyklen noch stark ist.

Wenn sich spezielle Steckverbinderbinder-Module 10.000 mal stecken lassen sollen, müssen sie in geeigneten Halterahmen platziert sein. Hier hat HARTING einen passenden Gelenkrahmen entwickelt, der sich von konventionellen Pendants insbesondere hinsichtlich des PE-Kontakts unterscheidet. Dieser Kontakt ist speziell beschichtet und wird auf besondere Weise im Rahmen fixiert.  

Modularität ermöglicht Flexibilität

Durch die Kombination von Han-Modular® mit Han® HMC eröffnen sich dem Anwender vielfältige neue Optionen. So ist es möglich, mehrere Übertragungsarten in einem Han® HMC Steckverbinder zu kombinieren. Module für die Übertragung von Daten, Signalen, Leistung und Druckluft können parallel in einem Steckverbinder platziert sein. Daraus ergibt sich eine Vielzahl von Kombinationsmöglichkeiten.

Für hohe Steckzyklen geeignete Steckverbinder reduzieren die Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung modularer Maschinen. Einrichtungs- und Stillstandzeiten verringern sich. Modulare und hybride Schnittstellen erhöhen die Flexibilität und sparen Platz. Han-Modular® HMC hat deshalb beste Voraussetzungen, als zentrale Schnittstelle in der flexiblen Fertigung zu fungieren. 

Passende Steckverbinder für die Modularisierung

Eines der innovationsträchtigsten Produkte, die aus dem Han A®-Standard hervorgegangen sind, ist die Reihe Han-Modular®. Eingeführt 1993, konnten hier erstmals Module für die Übertragung von Leistung, Signale, Daten und sogar Druckluft zu Steckverbindern für zunehmend modular aufgebaute Maschinen und Anlagen zusammengefügt werden.

Seitdem hat HARTING das modulare Sortiment kontinuierlich erweitert. Zur diesjährigen Hannover Messe kommen zum Beispiel ein neuer Gelenkrahmen und das Han® Pneumatik Modul Metall hinzu. Der neue Gelenkrahmen ermöglicht eine noch schnellere werkzeuglose Konfektionierung von Steckverbindern mit einer Zeitersparnis von bis zu 40%. Das neue Han® Pneumatik Modul Metall ist mit seiner Robustheit für bis zu 10.000 Steckzyklen ausgelegt. So wird Druckluft anschlussfähig an die Anforderungen einer flexiblen Fertigung.

Mittlerweile ist Han-Modular® zur Bezugsgröße für alle modularen Steckverbinder geworden. Mit dem aus über 100 verschiedenen Einzelmodulen bestehenden System lassen sich Lösungen für unterschiedlichste Anforderungen konfigurieren.

 Den nächsten Schritt in Richtung Zukunft des Steckverbinders unternimmt HARTING mit der Produktfamilie smart Han®. Diese Reihe bietet Lösungen u.a. für die periphere Datenspeicherung, die Identifikation von Komponenten sowie das Schützen und Messen im Steckverbinder. HARTING bietet damit bereits jetzt Steckverbinder für die Industrie 4.0 – und viel Potential für kommende Herausforderungen.

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Harting AG & Co. KG

Die HARTING Technologiegruppe ist ein weltweit führender Anbieter von industrieller Verbindungstechnik für die drei Lebensadern "Power", "Signal" und "Data" mit 13 Produktionsstätten und Niederlassungen in 43 Ländern. Darüber hinaus stellt das Unternehmen auch Kassenzonen für den Einzelhandel, elektromagnetische Aktuatoren für den automotiven und industriellen Serieneinsatz sowie Hard- und Software für Kunden und Anwendungen u. a. in der Automatisierungstechnik, Robotik und im Bereich Transportation her. Rund 4.300 Mitarbeitende erwirtschafteten 2015/16 einen Umsatz von 586 Mio. Euro.

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