Das ergab die Inverto-Rohstoffstudie 2020, für die 78 Geschäftsführer, Vorstände und Entscheidungsträger im Einkauf aus dem deutschsprachigen Raum sowie Großbritannien befragt wurden. Die Autoren nennen vor allem zwei Ursachen für diese verpasste Chance zu Kostensenkungen. Zum einen machen sie vor der Pandemie vereinbarte Festpreise dafür verantwortlich. Zum anderen führen sie mangelnde Transparenz an, da viele Einkäufer den Rohstoffanteil in den erworbenen Vorprodukten nicht kennen würden.

Kaum Zweifel an Versorgungssicherheit

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Trotz teils erheblicher Störungen der Lieferketten sehen die befragten Rohstoffeinkäufer die weitere Versorgung nicht gefährdet. Ob Kunststoffe, Chemikalien, Aluminium oder Eisen – Zweifel an der Versorgungssicherheit mit diesen und anderen Rohstoffen haben zwischen null und zwölf Prozent von ihnen. Allerdings befürchten zwei Drittel der Studienteilnehmer erneute Verzögerungen in der Lieferkette, ein Drittel erwartet Probleme bei der Planbarkeit der Rohstoffversorgung.