Niete

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Die Niete - so vielseitig wie seine Verwendung

Schiffe, Brücken und Flugzeuge sind ohne Nieten bis heute ebenso undenkbar wie Lederkoffer oder echte Jeans. Doch haben die hierbei jeweils verwendeten Verbindungsstücke miteinander oft nicht mehr als den Namen gemein. Denn Nietes sind untereinander oft so unterschiedlich wie ihr jeweiliger Einsatzort und Verwendungszweck

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Die Niete - ein universales Verbindungsstück

Was haben Lederkoffer und Eiffelturm, Jeans und Boeing 747 gemeinsam? Sie wurden nicht von Nieten erdacht, aber mit sehr vielen Nieten gefertigt. Denn die Niete - jener verformbare, meist zylinderförmige Verbindungsstift aus Metall oder Kunststoff, nach dem alten Wort für Befestigung benannt - ist bis heute zur Verbindung flacher Bauteile überall dort unverzichtbar, wo nicht geklebt, geschweißt oder geschraubt werden kann oder sollte: In der Regel öffnet sich eine genietete Verbindung nicht von selbst.
Freilich ist Niete nicht gleich Niete. Denn je nach Verwendungszweck - wird ein Lederkoffer genietet oder eine Schiffswand? Wird kalt oder warm genietet, gehämmert oder gestanzt? - unterscheiden sich Nieten nicht nur nach Größe, sondern auch nach Form, Länge oder ob sie massiv oder als Hülse ausgeführt sind. Allein die DIN unterscheidet 13 verschiedene Normen. Wer sich als Konstrukteur seine Nieten nicht vorher sehr genau aussucht, wird sprichwörtlich Nieten ziehen: Jene aus der niederländischen Lotterie, die dem Pechvogel niete - nichts - einbringen.