Salpetersäure

Salpetersäure (HNO3) ist eine stark ätzende, farblose oder leicht gelbliche Säure, die an der Luft erkennbar raucht. Die Säure selbst ist zwar brennbar aber kein Explosivstoff. Sie kann jedoch zur Herstellung von Explosivstoffen verwendet werden. Für die Handhabung von Salpetersäure istdie Verwendung von Schutzbrillen, Schutzkitteln und Schutzhandschuhen unverzichtbar. Die Flüssigkeit sollte in Glasflaschen mit Teflonverschluss aufbewahrt werden. In höheren Konzentrationen reagiert die stechend riechende Säure stark mit der Haut. Auch das Einatmen der Dämpfe ist sehr gefährlich und kann zu einer Lungenentzündung und zur Verätzung der Lungenbläschen führen. Reine Salpetersäure ist völlig farblos, reagiert abersehr schnell mit dem Luftsauerstoff und bildet dabei rotbraunes Stickstoffoxid. Die Säure wirkt unter Luftkontakt sehr stark oxidativ und kann leicht entzündliche Stoffe wie Holz oder Stroh spontan entzünden.

Als eine der stärksten Säuren neben Salzsäure und Schwefelsäure zersetzt Salpetersäure selbst Edelmetalle wie Silber, aber nicht Gold und Platin. Siewird auch als Scheidewasser bezeichnet, weil man mit ihrer fünfzigprozentigen Lösung Silber von Gold ablösen kann. Durch Mischung mit Salzsäureentsteht Königswasser, das selbst Gold auflösen kann. In der Chemie hatSalpetersäure vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. Ihre Salze werden zur Herstellung von Düngemitteln und Sprengstoffen verwendet, zum Beispielvon Nitroglyzerin und TNT. Von Juwelieren wird die Säure in unterschiedlichen Konzentrationen zur Bestimmung des Goldgehalts von Metallen verwendet. Ihre oxidative Wirkung wird eingesetzt, um Polymerwerkstoffe und Polyamide wie Nylon und Perlon zu synthetisieren. Des Weiteren verwendet man die Säure für die Oberflächenbehandlung von Metallen, etwa für das Beizen und Ätzen von rostfreiem Stahl.

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