Die häufigsten Fragen zum Job des Industriemechanikers

Was verdient ein Industriemechaniker? 

Die Ausbildungsvergütung eines angehenden Industriemechanikers liegt zwischen 443 Euro und 1.118 Euro. Dabei kommt es darauf an, ob die Ausbildung im Handwerk oder in der Industrie absolviert wird. Auszubildende in der Industrie verdienen bis zu 50 Prozent mehr als Auszubildende im Handwerk. Nach der Ausbildung liegt der Bruttoverdienst im Schnitt bei 2.505 Euro, wobei die Bandbreite der Vergütung zwischen 1.724 Euro und 3.665 Euro* liegt. 

Welche Aufgaben hat ein Industriemechaniker? 

Die Aufgabe des Industriemechanikers besteht in nahezu allen industriellen Branchen darin, Fertigungsanlagen und einzelne Maschinen betriebsbereit zu halten. Dafür stellt er bei Bedarf selbst Bauteile für Geräte und Maschinen her oder montiert vorgefertigte Elemente. Nach Abschluss der Montage richtet der Industriemechaniker die Systeme ein und wartet sie regelmäßig. Gegebenenfalls gehört es auch zur Aufgabe des Industriemechanikers, Kollegen in die Bedienung der Geräte einzuweisen. 

Wie sieht die Ausbildung zum Industriemechaniker aus? 

Einen bestimmten Schulabschluss müssen junge Menschen, die Industriemechaniker werden wollen, nicht vorweisen. In der Praxis werden von den Unternehmen Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss bevorzugt. Nahezu zwei Drittel der Auszubildenden zum Industriemechaniker verfügen über die mittlere Reife, während Hauptschüler und Abiturienten etwa gleich stark in diesem Berufsfeld vertreten sind.

Neben der Herstellung von technischen Systemen inklusive deren Überwachung und Instandhaltung sowie der Einrichtung, Umrüstung und Inbetriebnahme von Produktionsanlagen werden in der Ausbildung Kenntnisse in folgenden Bereichen vermittelt:

  • Produktionstechnik
  • Feingerätebau
  • Maschinen- und Anlagenbau  

Die dreieinhalbjährige Ausbildung erfolgt im dualen System, also in Betrieb und Berufsschule. Das erste Ausbildungsjahr ist der Grundbildung vorbehalten. Hier lernen die Azubis, welche Werk- und Hilfsstoffe ihnen zur Verfügung stehen und wie sie mit diesen umgehen. Weitere wichtige Inhalte sind der Umgang mit Werkzeugen sowie Arbeitssicherheit und Umweltschutz. 

Im zweiten und dritten Jahr der Ausbildung erfolgt die berufliche Fachbildung. Diese umfasst unter anderem:

  • Planen und Steuern von Arbeitsabläufen
  • Montieren von Teilen und kompletten Baugruppen sowie
  • Wartung und Instandsetzen von Maschinen  

Die Ausbildung endet mit einer gestreckten Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer. Bei der gestreckten Gesellenprüfung, die 2005 eingeführt wurde, wird ein Teil der beruflichen Kompetenz bereits vor dem Ende der Ausbildung ermittelt und in der eigentlichen Abschlussprüfung mit einer prozentualen Gewichtung berücksichtigt. Beim Industriemechaniker erfolgt der erste Teil der Prüfung nach dem zweiten Ausbildungsjahr. Die Auszubildenden müssen hier eine praktische Arbeitsaufgabe lösen und werden zusätzlich schriftlich sowie mündlich geprüft. 

Welche Voraussetzungen muss ein Industriemechaniker erfüllen? 

Neben technischem Verständnis und handwerklichem Geschick sollte ein Industriemechaniker auch eine gute körperliche Verfassung besitzen, da im Berufsalltag auch schwerere Bauteile gehoben werden müssen. Eine sorgfältige Arbeitsweise sollte ebenso selbstverständlich sein wie ein gutes Verständnis in naturwissenschaftlichen Fächern. 

Welche Karrierechancen hat ein Industriemechaniker? 

Sobald Industriemechaniker in ihrem Beruf eine gewisse Routine entwickelt haben, können sie die Prüfung zum Industriemechanikermeister ablegen. Diese Prüfung qualifiziert zum Führen eines eigenen Betriebes und zur Ausbildung von Lehrlingen. Sofern die jungen Menschen die schulischen Voraussetzungen erfüllen, können sie im Anschluss an die Ausbildung ein Studium oder ein Fachstudium aufnehmen. Gern gewählt wird das Studium der Ingenieurswissenschaften, weil dies auf den bereits erworbenen Kenntnissen aufbaut und somit neue Karrierechancen eröffnet. 

Eine weitere Möglichkeit ist die Weiterbildung zum Techniker. Dadurch verlagern Industriemechaniker ihr Einsatzgebiet von der Montage hin zur Entwicklung sowie Vorbereitung der Montage. Nach dieser Weiterbildung können Absolventen außerdem durch eine Zusatzprüfung die Fachhochschulreife erwerben und ein Studium anschließen. Industriemechaniker, die intern Karriere machen möchten, schließen gern die Weiterbildung zum Technischen Fachwirt an. Diese dauert zwischen sechs Monaten und drei Jahren und qualifiziert für diverse Bürotätigkeiten. Auf den Fachwirt baut schließlich der Technische Betriebswirt auf, wodurch der Weg in Führungspositionen offen steht. 

*arbeitsagentur.de, *gehaltsvergleich.com