Der Luftverkehrsmarkt boomt

Foto: Dominik Scythe/Unsplash

Fahrzeug- & Luftfahrtbranche

Fly away: Der Luftverkehrsmarkt boomt weiterhin

Flugreisen sind buchstäblich im Aufwind – und daran dürfte sich so schnell auch nichts ändern. Alle 15 Jahre verdoppelt sich der weltweite Luftverkehr, bis zum Jahr 2036 sollen die geflogenen Passagierkilometer aller Voraussicht nach um 4,4 Prozent steigen. Das verspricht kleinen und mittelständischen Unternehmen der Branche lukrative Geschäfte und zahlreiche Chancen auf Wachstum.

Produktionssteigerungen bei den großen Flugzeugherstellern

Mehr Flüge, mehr Passagiere und somit interessante Wachstumspotenziale für die Branche: Der Luftverkehr steigt weltweit nach wie vor stetig an. Die Bankengruppe HSBC prognostizierte unlängst, dass sich die weltweite Flugzeugflotte von 2017 bis 2036 verdoppeln soll. So erwarten auch die führenden Flugzeugbauer, das europäische Unternehmen Airbus und das US-amerikanische Unternehmen Boeing, infolgedessen hohe Produktionssteigerungen. Airbus sieht in seinem Geschäftsbericht Global Market Forecast 2017-2036 vor, bis zum Jahr 2036 weitere 35.000 Flugzeuge fertigzustellen. Im selben Zeitraum plant Boeing laut seinem Current Market Outlook 2017-2036 die Produktion von 41 000 Flugzeugen.

Umsätze schnellen in die Höhe

Vielversprechend lesen sich auch die aktuellen Zahlen der Branche, die der Verband der europäischen Unternehmen der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie ASD Europe meldet: Demnach setzte die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie im Jahr 2015 insgesamt 222 Milliarden Euro um – das entspricht einem Wachstum von elf Prozent im Vergleich zu 2014. Davon verteilen sich 54 Prozent beziehungsweise 113,4 Milliarden Euro auf die zivile Luftfahrt und 46 Prozent auf den Militärsektor. Um den Luftverkehr weiter voran zu treiben, investierte man 2015 rund 20 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

Die Top 6 der Flugzeugproduzenten

Die internationalen Flugzeughersteller machten im Jahr 2015 ebenfalls vielversprechende Gewinne: So stehen die Vereinigten Staaten mit einem Gewinn von 227 Milliarden Dollar nach wie vor auf Platz eins, gefolgt von der Europäischen Union mit 180 Milliarden Dollar. Den Schwergewichten folgen Russland mit 26,7 Milliarden, Kanada mit 22,1, Japan mit 17,4 und schließlich Brasilien mit 6,9 Milliarden Dollar Ertrag.

Flugland Deutschland

Der deutschen Wirtschaft bieten diese vielversprechenden Zahlen aussichtsreiche Geschäfte. Im Jahr 2017 zählte man an deutschen Flughäfen so viele Flüge wie nie zuvor, meldet der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL: Rund 3,2 Millionen Flugzeuge hoben in Deutschland ab, das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent. Die nationalen Flughäfen verzeichneten im selben Zeitraum 5,2 Prozent mehr Passagiere als im Vorjahr, insgesamt reisten 235 Millionen Menschen von einem deutschen Flughafen ins In- oder Ausland. Das sichert Arbeitsplätze an Flughäfen – und spielt nicht zuletzt der Industrie in die Hände.

Potenziale für die deutsche Wirtschaft

Das wachsende Flug- und Passagieraufkommen sichert auch den Industriestandort Deutschland: Jeder achte Arbeitsplatz in Deutschland wird von der Luft- und Raumfahrt ermöglicht, erläutert der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrttechnik BDLI. Dabei spielt die Industrie eine tragende Rolle: Systemhersteller und Zulieferbetriebe sowie nicht zuletzt das Hamburger Airbus-Werk profitieren von dem stetigen Wachstum der Branche. Im Jahr 2017, so berichtet das Statistikportal Statista, beträgt der Umsatz in der Luftfahrtbranche in Deutschland laut Prognosen rund 14,1 Milliarden Euro – und mehr als 70.000 Flugzeuge warten in den kommenden Jahren auf ihre Fertigstellung.

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