Jugend vertraut auf E-Mobilität

Während nur etwa ein Drittel der Bürger für die Zukunft auf strombetriebene Autos setzt, glauben 80 Prozent der 18- bis 29-Jährigen an die emissionsfreien Alternativantriebe, so das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Direktversicherers CosmosDirekt. Fast drei Viertel der jungen Verbraucher vertrauen darauf, dass E-Fahrzeuge das Umweltbewusstsein erhöhen. Insgesamt rechnet jedoch nur jeder Fünfte damit, dass sich Elektromobilität schneller als erwartet durchsetzen wird. Ein Hindernis: fehlende Lademöglichkeiten in Mehrfamilienhäusern.

Intelligenz auf Rädern

Der Name Byton »Bytes on Wheels« zeigt schon, worum es geht: ein smartes Auto. Im Inneren beherbergt ein riesiger Touchscreen nicht nur Amazons intelligente Sprachassistentin Alexa. Die integrierte Software erkennt den Fahrer auch am Gesicht und passt die Inhalte des Displays auf ihn an. Byton ist trotz der Produktion in China als Weltmarke konzipiert. »Das Design und  Fahrzeugkonzept machen wir in München, Elektronik und autonomes Fahren im Silicon Valley, Einkauf, Lieferkette und Produktion sind in China«, sagt Gründer und Ex-BMW-Manager Carsten Breitfeld. Das erste Modell soll Ende 2019 auf dem chinesischen Markt erhältlich sein. Ende 2020 dann sollen auch Europäer den Byton kaufen können. Die Reichweite des E-SUVs soll je nach Akku-Größe 400 bis 520 Kilometer betragen. Der Preis für das Smartmobil liegt bei 37.300 Euro.

Elektro-Schaufenster

Auch Volkswagen setzt auf E-Mobility und erhöht die Produktionskapazitäten des E-Golfs in seiner Gläsernen Manufaktur Dresden. Aus dem einst für die Nobelkarosse VW-Phaeton errichteten Werk ist inzwischen das »Center of Future Mobility« geworden. Pro Tag sollen hier künftig 70 E-Golfs gefertigt werden. Ende 2017 waren es noch 35. Den Einstiegspreis von 35.900 Euro können Käufer um bis zu 12.000 Euro senken, indem sie die VW-Umweltprämie mit der staatlichen Förderung für E-Autos kombinieren.

BMW setzt auf E-Autos

Die Bayerischen Motorenwerke kündigen schon mal eine Elektro-Offensive fürs kommende Jahr an. Dann sollen alle elektrifizierten BMW-Modelle unter der Ökomarke BMW i geführt werden. Vom Kleinwagen i3 hat der Autohersteller inzwischen mehr als 90.000 verkauft. Das könnten mehr sein, doch BMW-Vorstand Harald Krüger glaubt: »Wer sich einmal für ein E-Auto entschieden hat, bleibt dabei.«

Grüner Antrieb zu Land und Wasser

Die Batteriemodule der BMW i-Reihe kommen fortan nicht nur in den eigenen Fahrzeugen zum Einsatz, sondern auch in den vollelektrischen Lieferfahrzeugen »Streetscooter« des Deutsche Post-Logistikers DHL. Bereits vor einiger Zeit gab BMW die Kooperation mit Torqeedo bekannt. Der Bootsmotorenhersteller wird die BMW-Hochvoltbatterie künftig in seinen elektrisch betriebenen Booten einsetzen.

Neuauflage Nissan Leaf

Noch heißt das meistverkaufte Elektroauto der Welt Nissan Leaf, das Anfang 2018 mit einer Neuauflage auf europäischen Straßen unterwegs ist. Bei seiner Einführung 2011 zeigten sich die meisten Wettbewerber skeptisch. Bereits 10.000 Bestellungen Anfang des Jahres bestätigen jedoch die positive Entwicklung. Neu ist der Propilot, der teilautomatisiertes Fahren erlaubt, und das E-Pedal, über das sich das Fahrzeug fast ausschließlich bedienen lässt. In Deutschland ist der neue Leaf ab 31.950 Euro erhältlich.