Werkstoffe Kunst

Werkstoffe

Werkstoffe in der Kunst – grenzenlose Einsatzmöglichkeiten

Spätestens seit Joseph Beuys‘ berühmte Fettecke einfach weggeputzt wurde, ist klar: Moderne Kunst nutzt jedes geeignete Material. Während Künstler früherer Zeiten auf Naturstein, Holz, Glas, Porzellan und Metall setzten, ist heute die Auswahl der Materialien nahezu unbegrenzt. Die Auswahl erfolgt nicht mehr allein nach den Möglichkeiten zur Verarbeitung; viele namhafte Künstler nehmen sogar große Anstrengungen in Kauf, um besondere Effekte ihrer Werkstoffe zu erzielen. 

Material und Ästhetik

Stellen Sie sich den berühmten David von Michelangelo vor. Der helle Marmor verleiht der Monumentalplastik ihre Leichtigkeit und grazile Ästhetik. Das Material gibt die Spannung der Muskeln und Sehnen wieder und die Stimmung des Moments an den Betrachter weiter. Die gleiche Darstellung in Holz würde den Raum ganz anders beherrschen und viel gedrungener wirken. Als Abguss in Bronze hätte der David erneut eine ganz andere Ausstrahlung. Diese Betrachtung zeigt, dass es in der Kunst nicht nur auf die Darstellung allein ankommt. Auch die Werkstoffe entscheiden darüber, wie ein Objekt auf den Betrachter wirkt. Daher setzen Künstler ihr Arbeitsmaterial ganz bewusst ein, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. 

Werkstoffe in der Kunst

Dank des technischen Fortschritts sind heute die Werkstoffe in der Kunst vielseitiger geworden. Acrylglas setzt Fotos und Bilder in Szene oder formt ein Objekt. Moderne Kunststoffe werden von Kunstschaffenden in 3-D-Druckern verarbeitet. Metalle und Legierungen aller Art bilden die Grundlage für kleine und große Werke. Kaum eine Branche, die Werkstoffe liefert, herstellt oder verarbeitet, hat noch keine Anfrage von einem oder mehreren Künstlern erhalten. Erst die moderne Produktionstechnik macht Werke wie die des Verpackungskünstlers Christo oder Beuys‘ „Unschlitt“ aus 22 Tonnen Stearin und einer Tonne Rindertalg möglich. Während im Mittelalter die Meinung vorherrschte, dass Kunst zum Lobe Gottes nur aus den edelsten Materialien bestehen darf, nutzt die zeitgenössische Kunst alle Werkstoffe, die den vom Künstler gewünschten Effekt erzielen lassen. Altmetall, Drahtreste, altes Holz, Knöpfe – die Kreativität kennt keine Grenzen. 

Kunst und Kommerz

Lange Zeit waren Kunst und Industrie Gegner. Doch mittlerweile beschäftigen sich namhafte Künstler mit dem Design alltäglicher Gebrauchsgegenstände. Ingo Maurer ist berühmt für seine Lampen aus Papier, Aluminium und Glas. Konstantin Grcic steht für Industriedesign in kräftigen Farben und Werner Aisslinger entwickelte gleich einen ganzen Wohnwürfel aus Stahl, Holz, Metall, Glas, Kunststoff und Aluminium. Kunst und Design gehen heutzutage Hand in Hand. Über die Auswahl der Materialien geben Künstler alltäglichen Gegenständen neue Formen und erzielen punktgenau die gewünschte Wirkung. Dank moderner Werkstoffe in der Kunst ist gutes Design ein Stück Alltag geworden. Moderne Kommunikationselektronik bekommt durch Intarsien und Elemente aus Holz ein geerdetes warmes Design. Manch ein Festnetztelefon ist gar nicht mehr als solches zu erkennen, sondern wirkt wie ein bewusst platziertes Kunstobjekt im Raum. Selbstverständlich erstellen weiterhin viele Künstler reine Kunstobjekte. Doch auch sie sind immer wieder auf der Suche nach neuen Materialien für ihre Kunst, um ihren Werken eine besondere Ausstrahlung zu verleihen. Farben und Oberflächen eines Objekts haben immer eine große Auswirkung auf den Betrachter. Sie können das Design kalt, elegant, bedrohlich oder nahbar erscheinen lassen. Das Material hält den Betrachter auf Abstand oder lädt zum Anfassen ein und übt einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Stimmung des Betrachters und die Rezeptions des Werks aus. 

Werkstoffe und Kunst – neue Herausforderungen

Seit Industrie und Künstler eng zusammenarbeiten und Kunstschaffende sich der unterschiedlichsten Werkstoffe bedienen, stehen Einkäufer von Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Sie müssen Lieferanten für neue Werkstoffe finden, damit ein Produkt in neuem Design in den Handel kommen kann. Auch die Produktionstechnik muss in vielen Fällen an die neuen Anforderungen angepasst werden. Damit werden neue geschäftliche Verbindungen nötig, neue Lieferanten müssen gefunden und bewährte Zulieferer durch neue Kontakte ergänzt werden. Auch ist es nötig, Anbieter von Produktionsmaschinen oder Dienstleister zur Programmierung der bestehenden Maschinen ausfindig zu machen. Die neuen Werkstoffe in der Kunst und die enge Verbindung zwischen Kunst und produzierendem Gewerbe erfordern ein Umdenken. Unsere Anbietersuche unterstützt Sie dabei und sorgt für einen schnellen Überblick über die geeigneten Geschäftspartner. Aufgeschlüsselt nach Kategorien finden Sie Lieferanten oder Dienstleister projektbezogen und gezielt, auch wenn die neuen Werkstoffe in der Kunst für Ihr Unternehmen noch Neuland sind. Nutzen Sie die Anbietersuche und bringen Sie Ihr Unternehmen an die Spitze. Schließlich gibt es keinen Werkstoff und keine Verarbeitungsmöglichkeit, die es nicht gibt.

 Zurück zur Übersicht