Augmented Reality

Digitalisierung des Mittelstandes

Augmented Reality – virtuelle Welten bergen Potenzial für Vertriebler

Virtuelle Realität – was vor einigen Jahren noch wie Science-Fiction anmutete, wird nun immer mehr Bestandteil unserer Freizeit und Arbeitswelt. Die computergestützte Erweiterung der reellen Wahrnehmung ist spätestens seit Google Glass und Pokémon Go in aller Munde. Das Stichwort lautet Augmented Reality.

Spielehersteller und Hardwareentwickler treiben den virtuellen Trend immer mehr voran. VR-Brillen wie die Oculus Rift oder die Playstation VR lassen uns für einige Zeit komplett aus der realen Welt abtauchen. Auch Industrie und Handel haben Augmented und Virtual Reality für sich entdeckt. Gerade im Vertrieb bieten sich ungeahnte Möglichkeiten. 

Augmented Reality in Industrie und Handel

Das englische Wort „augmented“ bedeutet im Deutschen soviel wie „erweitert“. In den meisten Fällen werden Anwendungen aus dem Bereich Augmented Reality genutzt, um reale Welten mit Zusatzinfos aus dem Computer anzureichern. Bekannt wurde die erweiterte Realität vor allem durch Google Glass, eine Datenbrille, die im Sichtbereich des Anwenders virtuelle Informationen bereitstellen kann. Ein weiteres prominentes Beispiel ist die Spiele-App Pokémon Go. In dem Programm werden Fantasy-Tiergestalten in die reale Welt projiziert. Spieler können diese Wesen fangen, trainieren und gegeneinander kämpfen lassen. AR unterscheidet sich also von der virtuellen Realität, da Konsumenten dabei nicht komplett in eine Computerwelt eintauchen. Wissenschaftler sprechen deshalb auch von der sogenannten „Mixed Reality“.

Quotation mark

„Augmented Reality erweitert die reale Weltumgebung mit virtuellen Informationen, indem sie die Sinne und Fähigkeiten der Menschen verbessert. AR mischt virtuelle Charaktere mit der aktuellen Welt.“ - Ronald Azuma, Forscher und Entwickler bei Intel

Was kann Augmented Reality in Industrie, Medizin und Handel?

Wissenschaft und Technik agieren schon längst ganz ernsthaft mit Augmented Reality. Designer, die mit weit entfernten Kollegen an einem virtuellen Modell tüfteln oder Monteure, die sich auf dem Computer die Arbeitsschritte einer Wartung anzeigen lassen – Augmented Reality ist in der modernen Arbeitswelt längst angekommen!

In der Industrie lässt sich die erweiterte Realität ebenfalls in unterschiedlichen Bereichen einsetzen. Viele Branchen nutzen diese Anwendungen zum Beispiel für virtuelle Entwürfe von neuen Produkten. In der Produktion unterstützen AR-Anwendungen die manuelle Fertigung von Kleinstteilen. Betriebe aus dem Automobil-Bereich setzen Augmented Reality ein, um Fahrzeuge mit innovativer Technik auszustatten. Toyota stellte mit dem „Window to the World“ im Frühjahr 2017 z. B. interaktive Autofenster vor, die Beifahrern eine virtuelle Interaktion mit der Landschaft ermöglichen und Zusatzinfos über fahrdynamische Daten bereitstellen.

Auch Mediziner profitieren von der neuen Technik. Mittels computergestützter Chirurgie (Computer Aided Surgery) können Ärzte sich virtuell Daten aus der Krankenakte anzeigen lassen, ohne den Fokus vom Patienten nehmen zu müssen. Weitere Anwendungsbereiche für Augmented Reality sind:

  • Flug- und Fahrsimulatoren,
  • Architekturprojekte,
  • Navigation,
  • Geologie und
  • Katastrophenschutz

Augmented Reality im Vertrieb – Virtual Sales steigert Kaufinteresse beim Kunden

Dass Augmented Reality in Vertrieb und Marketing mehr als ein bloßes Buzzword ist, beweist Ikea mit seiner aktuellen Katalog-App. Mit dieser lassen sich Möbelstücke im eigenen Zuhause platzieren – ganz bequem über das Smartphone-Display. Auf diese Weise können Kunden feststellen, ob die neue Couch tatsächlich gut ins Wohnzimmer passt. Der Clou: Die App berechnet sowohl das richtige Größenverhältnis als auch den Betrachtungswinkel. So wirken virtuelle Möbel im Eigenheim tatsächlich äußerst real – zumindest über das Display eines Handys oder Tablets.

Auf ganz ähnliche Weise können Vertriebsmitarbeiter bei Ihren Kunden Produkte vorstellen, die entweder nicht transportabel oder noch gar nicht produziert sind. Diese Produktvisualisierungen sind auch direkt vor Ort möglich. So können Interessenten von Industriemaschinen diese direkt virtuell in ihrer Fabrik anschauen – Vernetzung mit realen Komponenten inklusive! Die Vorteile für den Vertrieb liegen klar auf der Hand. Zunächst sorgt eine virtuelle Produktpräsentation für einen deutlichen „Aha“-Effekt, zweitens kann durch virtuelle 3D-Animationen ein technisches Produkt viel besser und anschaulicher erklärt werden.

Die Kombination aus digitaler und realer Vorstellung eines Produktes erhöht das Kaufinteresse und sorgt so schlussendlich für höhere Umsätze. Vor allem auf Messen bietet sich Augmented Reality an, um Mitbewerber visuell und virtuell in den Schatten zu stellen. Unternehmen, die AR nutzen, gelten beim Kunden als technikaffin und modern. 

Fazit

In Zukunft wird der Einsatzbereich von Augmented Reality noch deutlich vielschichtiger. Konzepte wie das Cover Augmented Shopping sorgen dafür, dass Produkte bald direkt von einem Plakat oder einer Anzeige gekauft werden können – ganz ohne Umweg über den Onlineshop. Diese innovativen Vertriebskanäle sorgen künftig für ganz neue Verkaufsimpulse und eine Verschiebung des klassischen Point of Sale. In einigen Jahren werden Vertriebsmitarbeiter wahrscheinlich Waren über Holodecks anpreisen. Szenen – wie die aus dem Hollywoodfilm „Minority Report“ mit Tom Cruise – werden dann nicht mehr virtuell, sondern tatsächlich real sein!

  • Augmented Reality hilft Vertrieblern beim Verkauf erklärungsbedürftiger Produkte
  • Verschmelzung von Realität und Computerdaten bietet Interessenten Info-Mehrwert
  • Erklärungsprozesse werden einfacher, Produkte transparenter
  • AR eignet sich besonders für Messe-Auftritte
  • Unternehmen, die Augmented Reality nutzen, werden als modern und technikaffin wahrgenommen
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