Fachkraft Lagerlogistik

Jobprofil

Fachkraft für Lagerlogistik: dem Chaos keine Chance

Wussten Sie, dass der so unscheinbar wirkende Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik eine wichtige Schlüsselrolle im Wirtschaftsleben einnimmt? Hier bekommen Sie einen Überblick über dieses Berufsfeld. Der Ausbildungsberuf der Fachkraft für Lagerlogistik wird seit 1991 angeboten und ist eine gute Basis für vielfältige Karrieremöglichkeiten. Gefragt sind Lagerlogistiker vor allem in wichtigen Handels- und Verteilzentren wie den Großräumen Hamburg und Hanau, die als wichtige Logistikknotenpunkte in Deutschland gelten, sowie an den Standorten großer Logistik-, Handels- und Industrieunternehmen. 

Was verdient eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Während der Ausbildung verdient eine angehende Fachkraft für Lagerlogistik zwischen 325 und 890 Euro. Nach der Ausbildung liegt der Verdienst zwischen 1.400 und 1.800 Euro*. 

Welche Aufgaben hat eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Die Fachkraft für Lagerlogistik ist für die Abläufe im Lager eines Unternehmens verantwortlich. Deshalb gehört die Bestandskontrolle, die unter anderem für die Inventur wichtig ist, ebenso zu den Aufgaben der Fachkraft für Lagerlogistik wie das Erstellen von Versandpapieren oder die Annahme und Prüfung von Warensendungen. Lagerlogistiker sind zudem verantwortlich für die Einlagerung der Waren unter optimalen Bedingungen und die Koordination der Auslieferung. Dies beinhaltet auch das Beladen der Frachtfahrzeuge und das Sichern der Ware. Darüber hinaus gehört es zum Aufgabenfeld, den Material- und Informationsfluss innerhalb des Unternehmens zu optimieren.

Der Arbeitsplatz der Fachkraft für Lagerlogistik befindet sich überwiegend in Fabrik- und Lagerhallen sowie in Kühlhäusern. In der Regel ist auch Bürotätigkeit eingeschlossen. 

Wie sieht die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik aus?

Um den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik zu erlernen, gibt es keinen vorgeschriebenen Schulabschluss. Unternehmen bevorzugen in der Regel Auszubildende mit qualifiziertem Hauptschulabschluss oder mittlerer Reife. Die dreijährige Ausbildung für Lagerlogistiker erfolgt im Dualen System im Betrieb und an der Berufsschule. 

Welche Voraussetzungen muss eine Fachkraft für Lagerlogistik erfüllen?

Interessenten für den Beruf einer Fachkraft für Lagerlogistik sollten umsichtig sein und über eine gute Koordination von Hand und Auge verfügen. Weil die Zuteilung von Lagerplätzen, die Koordination der Be- und Entladezeiten sowie die Zusammenstellung von Lieferungen zum Berufsalltag gehört, ist auch Organisationstalent gefragt. Darüber hinaus sollten Bewerber über ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen verfügen. Gute körperliche Konstitution ist zusätzlich notwendig, weil der Einsatz zu allen Jahreszeiten an wechselnden Arbeitsplätzen vom klimatisierten Büro bis zur Kühlhalle erfolgt. Arbeitgeber achten bei Bewerbern zur Fachkraft für Lagerlogistik besonders auf die Noten in den Schulfächern Deutsch und Mathematik. Gute Fremdsprachenkenntnisse, mindestens in Englisch, sind von Vorteil, falls Kontakt zu ausländischen Lieferanten besteht. 

Welche Karrierechancen hat eine Fachkraft für Lagerlogistik?

Schon in der Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wird ein breit gefächertes Spektrum an Themengebieten abgedeckt. Es reicht von Sicherheit und Gesundheitsschutz über Umweltschutz bis hin zur kaufmännischen Steuerung und Kontrolle. So bieten sich nach abgeschlossener Ausbildung zum Lagerlogistiker vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten. Beispielsweise kann durch Fortbildung der Titel "Geprüfter Logistikmeister" erworben werden. Ein Logistikmeister übernimmt Personal- und Führungsverantwortung und hat im Betrieb Einfluss auf das Kostenwesen sowie die betriebliche Organisation. Interessenten benötigen entweder eine vierjährige Berufspraxis, eine Abschlussprüfung in einem logistischen Beruf oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Beruf mit zusätzlicher einjähriger Berufserfahrung. 

Alternativ kann sich ein Lagerlogistiker theoretisch fortbilden und in zahlreiche Berufe wie den Technischen Fachwirt oder den Betriebswirt für Logistik einsteigen. Falls man sich als Fachkraft für Lagerlogistik nach der praktischen Ausbildung noch theoretisch weiterbilden möchte, kann man unter bestimmten Voraussetzungen auch verschiedene Hochschulabschlüsse erwerben. Beliebte Studiengänge schließen mit dem Diplombetriebswirt, dem Diplomkaufmann Logistik, dem Diplomwirtschaftsingenieur Logistik oder mit dem Master of Science Transport und Logistik ab.

*arbeitsagentur.de, *gehaltsvergleich.com

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