Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Softwaregestützte Supply Chain Management

 

Ist ein effizientes SCM heute ohne Softwareunterstützung überhaupt noch möglich?

Wahrscheinlich nicht. Die SCM Softwares sorgen dafür, dass alle relevanten Informationen innerhalb der Supply Chain zum richtigen Zeitpunkt verfügbar und auswertbar vorliegen. Darüber hinaus identifizieren sie Missstände innerhalb der Lieferkette rechtzeitig und berichten darüber dank Alarm-Funktionen an die Anwender. Ab einer gewissen Unternehmensgröße sind selbst top-ausgebildete SCM-Manager nicht in der Lage, so umfassend, zuverlässig, dauerhaft, und vor allem auch über mehrere Unternehmen und Prozesse hinweg den Überblick zu behalten.

 

Wie genau kann eine SCM Software Logistikprozesse unterstützen?

SCM Softwares unterstützen in vielen Bereichen der Lieferkette und helfen dabei, Produktivität und Qualität zu steigern. Sie helfen dabei, das eigene Unternehmen aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und entdecken z. B. im Re-Engineering Schwachstellen und zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf. Außerdem können Lieferanten und deren Spediteure an die softwaregesteuerten Systeme angebunden werden. So sind z. B. Wareneingänge mit allen dazugehörigen Informationen schnell und übersichtlich abrufbar. Auch ermöglichen die Softwares die Entwicklung neuer Pickstrategien- und/oder -technologien. Und softwaregestützte ABC-Klassifizierungen helfen dabei, den Platz im Lager optimal zu nutzen, Nachschubwege zu verkürzen, und so die Performance deutlich zu steigern.

 

Worauf sollten Sie bei einer SCM Software achten?

Heutzutage gibt es viele Anbieter von SCM Softwares. Sie alle verfolgen mit ihren Produkten teilweise sehr unterschiedliche Planungskonzepte. Während die einen auf eine weitgehende Automatisierung setzen, stellen andere den Anwender in den Vordergrund, ohne dessen Entscheidungskompetenz zu beeinträchtigen. Welches System für Ihr Unternehmen am besten geeignet ist, hängt von Ihrer Fertigungsart und Branche ab. Ein Unternehmen, das sich mit Maschinen- und Anlagenbau beschäftigt, ist sicherlich besser beraten mit einer Auftrag bezogenen Planung, als ein Serienfertiger, der in anderen Kategorien denkt.
Egal, für welches System Sie sich entscheiden, eines ist sicher: Geschäfts- und Einkaufsprozesse unterliegen einem stetigen Wandel. Darum sollte auch Ihre SCM Software flexibel und erweiterbar sein. Unsere Empfehlung: Achten Sie bei der Auswahl auf eine Ausgewogenheit zwischen Standardisierung und Individualisierung. Entscheiden Sie sich für eine zu stark standardisierte Lösung, sind Sie gezwungen, Ihre Prozesse dem System anzupassen. Natürlich sind Individuallösungen wie Maßanzüge: Sie passen perfekt. Jedoch hat der „Maßanzug“ auch seinen Preis; nicht nur in der Anschaffung, sondern auch im Support. Eine gute Alternative stellen daher sogenannte „Customisable Systems“ (dtsch.: individuell gestaltbare Systeme) dar. Die Zwitter zeichnen sich dadurch aus, dass trotz ihres hohen Standardisierungsgrades ein hohes Maß an Anpassung und Individualisierung möglich ist.

 

Welche Nachteile haben SCM Softwares?

Ein Nachteil, der aber auch gleichzeitig ein Vorteil der SCM Softwares darstellt, ist deren Offenheit: Zwar lassen sich Kunden, Carrier und externe Sub-Systeme einfach anbinden; die Wartung des Systems wird jedoch mit jeder Komponente, die hinzukommt aufwendiger und dementsprechend kostspieliger.

 

Was ist bei der Zusammenarbeit mit einem externen Software-Dienstleister zu beachten?

Das Wichtigste ist, dass Sie und Ihr Dienstleister von Anfang an transparent und nachvollziehbar über Ihre Problemstellung und Ziele kommunizieren. Besonders Ihre IT-Abteilung sollte rechtzeitig informiert und involviert werden. Klären Sie anfangs auch, wer welche Verantwortlichkeiten übernimmt und skizzieren Sie Ihren Projektablauf. Stellen Sie außerdem sicher, dass alle Beteiligten des Projekts zu jedem Zeitpunkt Zugriff auf die Ressourcen und Informationen haben, die Sie für ihren Aufgabenbereich benötigen. Damit es dabei nicht zu Missverständnissen kommt, stimmen Sie vorab eine einheitliche Methodik und Durchführungsplanung ab. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, teamfördernde Maßnahmen zu ergreifen, die bei externen wie internen Mitarbeitern ein nachhaltiges „Wir“-Gefühl aufkommen lassen.

 

Inwiefern sind diese Prozesse in Unternehmen bereits vernetzt?

Die Wirtschaft steht kurz vor der vierten industriellen Revolution (siehe auch: Industrie 4.0). Das Internet und die physische Welt verschmelzen immer mehr miteinander. Um den Einkauf von morgen erfolgreich zu gestalten, ist es wichtig, Standards zu definieren und Prozesse weltweit abzustimmen. Viele Unternehmen arbeiten bereits sehr gut vernetzt. So gibt es heute bereits Kühlschränke, die online automatisch Nachschub ordern, sobald ein Mindestbestand unterschritten wurde oder Autos, die Selbstdiagnosen erstellen und Werkstatttermine vereinbaren – Ersatzteilbestellung inklusive. Die steigende Vernetzung birgt jedoch auch zunehmendes Potenzial für Spionage oder Sabotage. Es gilt also auch, in Zukunft über neue Sicherheitskonzepte nachzudenken.

 

Fazit:

SCM Softwares helfen dabei, Kosten in der Beschaffung und Fertigung zu senken. Jedoch ist das Angebot an Lösungen groß und unübersichtlich. Je nach Art des Unternehmens führen unterschiedliche Planungsansätze zum Ziel. In unserer Anbietersuche finden Sie deshalb Management- und Unternehmensberatungen, die auf SCM Softwares spezialisiert sind und Ihnen gerne dabei helfen, die Software zu finden, die perfekt zu Ihrem Unternehmen passt.

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