Die größten Unsicherheitsfaktoren in 2018

Der Risikojahresbericht von DHL Resilience360, der auf internen Analysen beruht, nennt die Top-Risiken, mit denen sich Firmen im vergangenen Jahr konfrontiert sahen:
 

  • Konflikte zwischen den USA und anderen Ländern – insbesondere China – haben die Unsicherheiten im Handel verstärkt. Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der EU trug und trägt zu diesen Unwägbarkeiten bei: Im Falle eines ungeordneten Brexits rechnen betroffene Unternehmen mit Verzögerungen und Staus im Warenverkehr.
  • Im Bereich der Cybersicherheit kam es zu einem Anstieg bei Störfällen sowohl in den Lieferketten als auch in der Verkehrsinfrastruktur – ein Beleg, dass Kriminelle zunehmend darauf aus sind, sich Geschäftsgeheimnisse anzueignen und Unternehmen zu erpressen.
  • 2018 war das viertwärmste Jahr seit Aufzeichnung der Klimadaten. Der Klimawandel brachte eine Reihe von Störungen mit sich; besonders stark litten Lieferketten unter Dürren, Waldbränden, Niedrigwasserständen und Überschwemmungen.

Zentrale Herausforderungen für 2019

Der Risikojahresbericht wirft zudem einen Blick voraus. 2019 müssen sich Unternehmen demnach auf weitere Mehrkosten einstellen, unter anderem hervorgerufen durch:
 

  • Rohstoffmangel. Bei wichtigen Materialien wie Kobalt und Lithium kann es zu Engpässen kommen.
  • Umweltauflagen. Strengere Bestimmungen etwa in Asien und den USA verursachen höhere Kosten.
  • Rückrufaktionen. Gestiegenes öffentliches Bewusstsein in Qualitätsfragen kann zu einer Zunahme von Rückrufaktionen führen.

 

Top-Risiken für Supply Chain Asien USA

Gute Aussichten in Shanghai: Der Handelsstreit zwischen den USA und China gehörte 2018 jedoch zu den Top-Risiken für Lieferketten. (Foto: Unsplash/Freeman Zhou)