Loks, Triebwagen und dazugehörige Komponenten

Für die InnoTrans sind insgesamt 40 Messehallen reserviert. Dazu kommt eine Freifläche mit insgesamt 3.500 Kilometern Gleisstrecke. Insgesamt beträgt die Ausstellungsfläche über 100.000 Quadratmeter. Auf dem Freigelände zeigen die Aussteller neue Fahrzeuge, während in den Hallen eher Komponenten und Innenausstattungen für Züge zur Schau gestellt werden. Insgesamt teilt sich der Ausstellungsbereich in fünf Segmente auf: Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction. 

Das Portfolio erweitert sich bei jeder InnoTrans, da sich die Technik innerhalb kürzester Zeit weiterentwickelt oder verändert. So sind in den vergangenen Jahren die Themen Tunnelbautechnik, Fahrwegtechnik und Infrastruktur hinzugekommen. Auch die Bereiche Verkehrsmanagement und Informationstechnologien sind inzwischen auf der Messe vertreten. 

Die Fachbesucher der InnoTrans

Als begehrteste Zielgruppe gelten die privaten und öffentlichen Verkehrsunternehmen, da diese als potenzielle Käufer auftreten. Doch auch die Produzenten von Verkehrstechnik sind auf der InnoTrans gern gesehen. Bauunternehmen, Fachverbände, Behörden und Ministerien sowie die verladende Industrie sind mit zahlreichen Vertretern ebenfalls auf der Messe präsent. 

In erster Linie richtet sich die Messe also an das Fachpublikum – der Anteil von Fachbesuchern liegt insgesamt bei 90 Prozent. Doch auch für die breite Öffentlichkeit sind die Türen nicht komplett verschlossen. So finden zu jeder Messe die InnoTrans-Publikumstage statt, die sich zumeist direkt an die Messetage anschließen und immer samstags und sonntags stattfinden. 

Rahmenprogramm und Entwicklung

Neben den vorgestellten Produkten gibt es auf der InnoTrans mehrere Fachveranstaltungen und Events. Den Auftakt dabei macht die offizielle Eröffnung, zu der rund tausend Gäste aus Politik und Wirtschaft geladen sind. Hinzu kommen diverse Dialogforen, die Ausstellerpräsentationen in der Speakers' Corner und traditionell die CEO-Rundgänge am letzten Tag der Messe. 

Im ersten Messejahr, also 1996, war die InnoTrans noch eine vergleichsweise kleine Schau. Gerade einmal 172 Aussteller aus 21 Ländern waren zu Gast. Die Ausstellungsfläche betrug damals 4.500 Quadratmeter und nur knapp 6.400 Fachbesucher – davon etwas mehr als 800 aus dem Ausland – waren zugegen. Im Laufe der Zeit sind die Ausstellungsflächen immer größer geworden, 2014 lag sie bei mehr als 100.000 Quadratmetern. Mehr als 130.000 Besucher, von denen etwa die Hälfte aus dem Ausland anreiste, interessierten sich für die Produkte, die von 2.761 Ausstellern aus 55 Ländern präsentiert wurden. Zu den InnoTrans-Publikumstagen kamen etwa 15.000 Besucher. 

Bequemes Reisen und Tunnelbau als zentrale Themen

Einiges deutet darauf hin, dass das Interesse an der InnoTrans in Zukunft ungebrochen hoch sein wird. Denn in der Eisenbahn-Branche finden Jahr für Jahr zukunftsweisende Innovationen statt. Die Nachfrage ist weltweit hoch, vor allem Schwellenländer investieren verstärkt in ihr Schienennetz. Dazu kommt, dass die Messe bei Ausstellern und Fachpublikum inzwischen als die weltweit wichtigste ihrer Art gilt. 2016 findet die Ausstellung vom 20. bis 23. September in Berlin statt, einer der Schwerpunkte soll dieses Mal die innovative Tunnelbautechnik sein. Ein weiteres Kernthema wird der Themenkomplex „Travel Catering & Comfort Services“ sein. 

Fazit

Wer glaubt, dass es auf der InnoTrans hauptsächlich Lokomotiven und Züge zu sehen gibt, liegt gar nicht so falsch – doch ein Freilicht-Museum für Eisenbahnfans ist die Messe nicht. Der Fokus liegt ganz klar auf dem Fachpublikum. Das internationale Renommee der Messe macht sie zu einer guten Kontakt- und Verkaufsplattform. Vertreter von öffentlichen und privaten Verkehrsbetrieben aus aller Welt haben die InnoTrans fest im Terminkalender notiert.