Der typische Arbeitnehmer ist im Schnitt rund acht Stunden am Tag auf der Arbeit. Damit verbringen die meisten von uns häufig mehr Zeit mit den Arbeitskollegen als mit der Familie oder mit Freunden. Aus diesem Grund sollte gerade das Büro ein Ort sein, an dem man sich wohlfühlt und sich gerne aufhält. Denn die Zeit karger und trister Großraumbüros ist vorbei. Mittlerweile muss der Arbeitsplatz auch den Ansprüchen der Angestellten genügen. Und die wünschen sich vermehrt eine lockere Arbeitsatmosphäre, in der Ideen fließen können. Arbeitgeber sollten deshalb Wert auf eine angenehme Büroeinrichtung legen, denn das wirkt sich positiv auf die Mitarbeitermotivation und die Stimmung auf der Arbeit aus.

Anforderungen an den Büroraum

Bevor es um Einrichtungsdetails geht, sollten moderne Büros bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllen, um für ein angenehmes Arbeitsklima zu sorgen:

  • Die richtigen Lichtverhältnisse: Dunkelheit oder künstliches Licht am Arbeitsplatz sind echte Produktivitätskiller. Denn künstliche Lichtquellen fördern die Ausschüttung von Stresshormonen und das macht auf Dauer krank. Büros sollten, wenn möglich, mit Tageslicht durchflutet sein. Das fördert die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.
  • Gute Aussichten: Neben der Versorgung mit Tageslicht sorgen Fenster außerdem für Durchblick. Wer bei der Arbeit nach draußen schauen kann, hat laut Studien klarere Gedanken und kann sich besser konzentrieren. Zudem entspannt ein Blick nach draußen bei der Arbeit am Computer die Augen.
  • Raum für kreative Köpfe: Klingt auf den ersten Blick etwas absurd, doch die Raumhöhe hat angeblich Einfluss auf unsere Kreativität. Laut Untersuchungen aus den USA lassen hohe Decken Ideen buchstäblich wachsen, während flache Räume sie erdrücken können.
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Arbeitgeber sollten Mitarbeitern Raum für Individualität lassen.

Darauf kommt es bei der Einrichtung an

Sind im Büro die grundlegenden Voraussetzungen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre geschaffen, geht es an die Einrichtungsdetails. Und hier sollten Arbeitgeber einige Punkte beachten:

  • Farben mit Bedacht wählen: Farbakzente können die Stimmung am Arbeitsplatz maßgeblich beeinflussen. Dennoch sollten sie eher sparsam zum Einsatz kommen. Idealerweise greifen die Räume im Sinne der Corporate Identity die jeweiligen Firmenfarben auf. Das spiegelt die Unternehmensphilosophie wider und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl der Angestellten. Sonst sind der Farbwahl eigentlich keine Grenzen gesetzt. Arbeitgeber sollten sich jedoch über die Wirkung von Farben im Büro im Klaren sein.
  • Raum für Individualität lassen: Das letzte Wort bei der Büroeinrichtung hat natürlich der Arbeitgeber. Dennoch sollte dieser seinen Mitarbeitern bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes ein gewisses Maß an Mitbestimmung einräumen – besonders, wenn es um den eigenen Schreibtisch geht. Dürfen Arbeitnehmer diesen mit Fotos, Souvenirs oder anderen Accessoires individuell gestalten, kann das zu einer Produktivitätssteigerung von bis zu 30 Prozent führen. Zudem fühlen sich die Mitarbeiter vom Arbeitgeber durch solche Freiräume ernst genommen, was ihre Bindung zum Unternehmen stärkt.
  • Ruhebereiche einrichten: Entspannung am Arbeitsplatz spielt eine immer größere Rolle. Aus diesem Grund richten viele Unternehmen Ruhebereiche und Relax-Ecken für ihre Angestellten ein. Sofas oder Stressless-Sessel (gesehen bei XXXLutz) gehören mittlerweile zu jeder Büroausstattung dazu. Hier können sich die Mitarbeiter bei einem Power Nap nicht nur erholen. Sitzgruppen fördern zudem den Austausch unter den Kollegen, wodurch beim gemeinsamen Brainstorming neue Ideen entstehen und der Teamgeist im Unternehmen gestärkt wird. Eine Win-win-Situation für Unternehmer, denn wer seinen Angestellten während der Arbeitszeit kleine Auszeiten gönnt, kann auf motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter zurückgreifen.
  • Raumanordnung mit System: Das ist vor allem in Großraumbüros wichtig. Kollegen, die zur gleichen Abteilung gehören oder aus anderen Gründen häufig miteinander arbeiten, sollten im Idealfall nahe beieinander sitzen, um Kommunikationswege zu verkürzen. Dazu trägt zusätzlich eine kreis- oder halbkreisförmige Anordnung der Schreibtische bei.
  • Pflanzen fördern die Produktivität: Häufig spielen sie am Arbeitsplatz nur eine unscheinbare Rolle, dabei sind Zimmerpflanzen echte Leistungsbooster. Laut verschiedenen Studien sollen sie Stress lindern, die Luft sauber halten und sogar nervigen Bürolärm dämpfen. Yucca-Palmen, Kakteen oder Gummibäume können für Unternehmen ein echter Wettbewerbsvorteil sein.
  • Ordnung ist Pflicht: Das muss nicht, wie schon angesprochen, die völlige Aufgabe der eigenen Individualität bedeuten. Ein ordentliches Büro mit aufgeräumten Schreibtischen strahlt grundsätzlich Ruhe, Übersichtlichkeit und Zuverlässigkeit aus. Unterlagen oder Akten sollten deshalb in die Schubladen wandern.

 

Tipps gegen Stress im Büro

Herrscht trotz einer modernen Einrichtung schlechte Stimmung im Büro, reichen schon kleine Pausen aus, um auf andere Gedanken zu kommen:

  • Bewegung tut gut: Wer den ganzen Tag am Schreibtisch sitzt, sollte zumindest seine Mittagspause für einen kleinen Spaziergang auf dem Betriebsgelände nutzen. Die frische Luft bringt den Kreislauf wieder in Schwung und die Bewegung beugt Rückenschmerzen vor.
  • Kaffee oder Tee?: Bei dieser Frage sollte man öfter zu einer Tasse Tee greifen. Denn zu viel Kaffee sorgt für Unruhe und der plötzliche Energieschub lässt rasch wieder nach. Ein Stimmungstief ist die Folge. Tee dagegen beruhigt und versorgt den Körper nachhaltig mit Flüssigkeit.
  • Sport am Arbeitsplatz: Das Büro muss zwar nicht zu einem Fitnessstudio umgebaut werden. Dennoch kann man mit ein paar Übungen am Schreibtisch den Körper entlasten. Um die Muskeln zu entspannen, sollte man sich regelmäßig strecken. Danach eignet sich ein kleines Schreibtisch-Workout, an dem auch die Kollegen teilnehmen dürfen.