Warum Nachhaltigkeit in B2B-Beziehungen von großer Bedeutung ist

Verbraucher greifen immer öfter zu nachhaltig hergestellten Produkten – und sind auch bereit, mehr Geld dafür auszugeben. Das ökologische und soziale Bewusstsein von Unternehmen wird daher in zunehmendem Maße ein wesentliches Kaufkriterium. Natürlich umfasst dieses Konzept auch B2B-Beziehungen, denn der Endabnehmer verlangt Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Erst Unternehmen, die die ganzheitliche Verantwortung für ihr Geschäftsgebaren und damit auch für ihre Businesspartner übernehmen, handeln wirklich nachhaltig.

Und das lohnt sich in der Regel, wie verschiedene Untersuchungen belegen. So wie das Forschungsprojekt „Nachhaltige Unternehmensführung“. Hierfür äußerten sich Manager von 129 vorwiegend größeren Unternehmen zum Zusammenhang zwischen Unternehmensleistung und dem Streben nach Nachhaltigkeit. Das Ergebnis: Nachhaltige Unternehmensführung lohnt sich – entweder wegen einer besseren Gesamtleistung oder indirekt durch den einfacheren Zugang zu Kapital.

Folgende Beispiele zeigen diverse B2B-Unternehmen, die verschiedene Aspekte der Nachhaltigkeit bereits erfolgreich umgesetzt haben.
 


Best Practices: So funktioniert Nachhaltigkeit im B2B

1. Anton Debatin

Der Kunststoffhersteller Anton Debatin hat sich das Thema Nachhaltigkeit bereits vor rund zehn Jahren auf die Fahnen geschrieben. Erste Überlegungen mündeten mittlerweile in eine ausgereifte Nachhaltigkeitsstrategie. Das übergeordnete Ziel: Die Herstellung und Verwendung von Logistik- und Folienverpackungen so neutral wie möglich für die Umwelt zu gestalten.

Dafür arbeitet Debatin zusammen mit seinen Geschäftspartnern beim Einsatz von Folien an einem Recyclingkreislauf. Papiere werden nur aus vorbildlich bewirtschafteten, FSC-zertifizierten Wäldern und anderen kontrollierten Quellen eingesetzt. Das bei der Herstellung der Rohstoffe und Produkte freigesetzte CO2 wird durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten kompensiert. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen durch umweltfreundliche Schadstoffklassen bei Transporten auch bei den Zulieferern minimiert werden.

2. Uzin Utz

Der Fußbodentechniker Uzin Utz engagiert sich bereits seit den 80er-Jahren für den Umweltschutz und war Ende der 90er an dem Launch des branchenbekannten Emissionssiegels EMICODE beteiligt. Aktuell hat das Bauchemieunternehmen einen Verhaltenskodex für seine Lieferanten eingeführt. Diese bekennen sich mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung, Umwelt- und Arbeitsschutzstandards einzuhalten. Die Abnehmer der Bodenverlegesysteme würden die gleichen Nachhaltigkeitsbemühungen von Uzin Utz erwarten, sodass umweltgerechtes Handeln in der gesamten Supply Chain von großer Bedeutung ist.

3. bannerstop

Die Kölner Druckerei bannerstop arbeitet mit einer Vielzahl von Partnern zusammen, um nachhaltiges und umweltbewusstes Handeln umzusetzen und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Abfallprodukten zu forcieren. So unterstützt das Unternehmen das Recycling-Projekt COMEBAGS, das Taschen aus alten Werbebannern herstellt. Zudem ist bannerstop zertifizierter Partner des Texyloop-Recycling-Systems, das die hundertprozentige Wiederverwendung von Recyclingstoffen in bestehenden Industrieprozessen ermöglicht.

4. Continental

Die Technologiefirma Continental hat seine Sustainability-Strategie schon seit vielen Jahren im Unternehmensbild verankert. Sie umfasst die vier Kernthemen saubere Mobilität, Klimaschutz, zirkuläres Wirtschaften und nachhaltige Lieferketten. Darunter fallen unter anderem saubere und sichere Fabriken, gute Arbeitsbedingungen, sichere Mobilität, nachhaltige Profitabilität und gesellschaftliches Engagement. Ganz aktuell kooperiert Continental mit dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ), um unter Einsatz eines digitalen Rückverfolgungssystems eine Kautschuklieferkette komplett transparent zu machen. Die Aufzeichnung verläuft dabei vom Anbau in Indonesien über die Weiterverarbeitung bis zur Herstellung der fertigen Produkte in Deutschland.