Einsatz von HFKW soll drastisch reduziert werden

Mit der allgemeinen Klimaerwärmung sowie dem ständig steigenden Lebensstandard nimmt auch der weltweite Einsatz von Klimageräten rasant zu. Seit 2006 hat sich der Absatz mehr als verdoppelt. Klimaanlagen verbrauchen jedoch nicht nur verhältnismäßig viel Strom, sondern enthalten auch klimaschädliche Kältemittel, allen voran die teilfluorierten Kohlenwasserstoffe (HFKW). Treten diese bei Leckagen aus, sorgen sie für hohe Treibhausgasemissionen. Deshalb sollen die HFKW nun nach und nach verbannt werden – nicht auf freiwilliger Basis, sondern von der EU verordnet.

Schon 1987 wurde im Montrealer Protokoll festgelegt, synthetische Kältemittel schrittweise aus Klimageräten zu entfernen. Das betraf zunächst das ozonschädliche FCKW. In der nächsten Phase sollen nun auch die HFKW vermindert werden. Die EU will die Emissionen auf industrieller Ebene durch Verbote und eine Einfuhrbeschränkung im Zuge der F-Gase-Verordnung bis 2030 im Vergleich zu 1990 um 70 Prozent reduzieren.

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Kältemittel: Umweltfreundliche Alternativen

Die Hersteller von Klimaanlagen sind nun gefordert und müssen umweltfreundlichere Alternativen finden, um die Bedürfnisse der Kunden weiter befriedigen zu können. Die Anfänge wurden bereits gemacht:
 

  • Das Kältemittel Difluormethan, auch als R32 bezeichnet, gilt als geeignetes Alternativ-Substrat. Doch auch dabei handelt es sich um ein Treibhausgas, das ein um mehrere hundertmal stärkeres Treibhauspotenzial besitzt als CO2. Bei herkömmlichen HFKW liegt dieses allerdings um bis zu 24.000 Mal über jenem von CO2.
  • Laut dem Umweltbundesamt sei aber auch CO2 selbst als natürliches Kältemittel als Ersatz geeignet, das unbegrenzt verfügbar ist. So würden viele Supermärkte bereits heute durch Kohlenstoffdioxid gekühlt. Einzig die kompliziertere Handhabung im Vergleich zu HFKW verzögert den breitflächigen Einsatz noch. Das dürfte sich im Zuge der aktuellen F-Gase-Verordnung jedoch künftig ändern.
  • Propan gilt unter Kältetechnikern ebenfalls als geeignete Alternative. Das Treibhauspotenzial ist gering, zudem weist das Gas ideale thermodynamische Eigenschaften für einen effektiven Betrieb von Klimaanlagen auf. Im Gegensatz zu CO2 ist Propan allerdings entzündlich, die Installation stellt also hohe Anforderungen an den Personenschutz.
  • Auch Ammoniak wird traditionell vielerorts als Kältemittel verwendet, beispielsweise in Kühlhäusern und bei der Klimatisierung von Flughäfen oder großen Industriehallen. Es ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch preisgünstig und sehr energieeffizient. Der Nachteil: Ammoniak ist giftig und kann beispielsweise beim Eindringen ins Grundwasser große Schäden anrichten.

 

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