Strategieentwicklung

Machen Sie einen Großeinkauf, ohne zu wissen, was Sie vorrätig haben und was Sie benötigen? Eben, professionelle Einkäufer auch nicht! Um weder Geld noch Zeit zu verschwenden, entwickeln Einkaufprofis eine Beschaffungsstrategie. Sie verschaffen sich einen genauen Überblick über die verfügbaren und vorhandenen Ressourcen sowie das Budget und den Zeitplan. Erst dann schreiben sie ihren „Einkaufszettel“.

Finanzmanagement

Im Einkauf geht es um mehr als die Senkung der Kosten. Wer einen Haushalt zu führen hat, kennt das: Es gilt, kritische Leistungsbereiche im Blick zu behalten. Wie beim Profieinkäufer sind Geschäftswachstum, Rentabilität, Cashflow und Anlagennutzung zu überwachen.

Beschaffungsprofis sind in der Lage, diese breitere Wirkung zu quantifizieren und anschließend die entsprechende Botschaft an die Geschäftsleitung (oder die Familie) zu kommunizieren, damit diese versteht, wie die Beschaffung zum Erfolg beiträgt.

Kostenmanagement

„Wir müssen mit den Kosten runter!“ Diesen Satz bekommen nicht nur Profieinkäufer zu hören, sondern oftmals auch die für die Haushaltkasse verantwortlichen Personen. Dabei gilt im Einkauf wie im Alltag: Sparen ist keine Hauruck-Aktion. Im Gegenteil. Kosten zu senken ist eine Langzeitaufgabe, die Strategie und Denkarbeit erfordert. Jeder von uns sollte sich deshalb der gleichen Möglichkeiten bedienen, die auch professionelle Einkäufer nutzen. Beispielsweise der Preis- oder Mengenreduktion.

Verhandlungen

Einkäufer sind Verhandlungsprofis. Wie im Familienleben ist es allerdings oftmals so, dass verschiedene Interessen aufeinandertreffen. Ein stures Feilschen um Positionen kann in der Praxis zwar vereinzelt von Erfolg gekrönt sein. Verhandlungsprofis setzen aber auf andere Strategien wie das Harvard-Konzept. Dessen Ziel ist es, einen Interessenausgleich zwischen den verhandelnden Parteien herzustellen, also eine Win-Win-Situation. Vielleicht können Sie das Harvard-Konzept ja das nächste Mal anwenden, wenn Sie mit Ihren Kindern diskutieren?

Recht

Falls Sie Kinder haben, wissen Sie vielleicht: Gemäß § 1626 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) sind Sie dazu verpflichtet sind, für minderjährige Kinder zu sorgen. Und dass Sie im Alltag und in der Erziehung die sich verändernden Fähigkeiten und Bedürfnisse berücksichtigen müssen. Auch jeder, der im Namen eines Unternehmens Waren und Dienstleistungen kauft, verfügt über ausreichende rechtliche Kenntnisse, um Fallstricke zu erkennen und sich rechtzeitig fachlichen Rat einzuholen.

Vertragsmanagement

In Unternehmen ist es wie in Haushalten: Zahlreiche Verträge sind über verschiedene Abteilungen hinweg verstreut. So ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Die Konsequenz: verpasste Fristen und unvollständige Unterlagen. Einkäufer nutzen Vertragsmanagement-Software, mit der sich Verträge zentral, transparent und revisionssicher speichern lassen. Auch für den privaten Bereich gibt es Programme, um Verträge, Kosten und Termine im Blick zu behalten.

Operative Beschaffung

Die operative Beschaffung im Einkauf bezeichnet alle nicht strategischen Aufgaben und Entscheidungen, die mit dem Einkauf einhergehen. Der operative Einkauf erstreckt sich über mehrere Phasen – genau wie im privaten Sektor: von der Bedarfsermittlung („Oh, es ist keine Milch mehr da!“) über die Bedarfsmeldung an den Einkauf („Mama, wir brauchen Milch!“) und die Lieferantenauswahl („Supermarkt oder direkt bei Bauer Hoppenstedt?“) bis hin zur Lieferantenbeurteilung („Die Milch von Bauer Hoppenstedt schmeckt besser!“).